Niklas Stechele geht am Montag (7.4.) bei der Ringer-Europameisterschaft in Bratislava auf die Matte. Das 25-jährige Aushängeschild des TSV Westendorf wurde vom Deutschen Ringer-Bund für das Limit 57 Kilo Freistil nominiert. Seit vielen Jahren ist der Allgäuer ein fester Bestandteil der Nationalmannschaft.
Während Bundestrainer Maik Bullmann mit Idris Ibaev (Burghausen) und Hannes Wagner (Lichtenfels) zwei bayerischen Griechisch-Römisch-Spezialisten nominiert hat, steht bei Freistil-Bundestrainer Jürgen Scheibe aus bayerischer Sicht nur Niklas Stechele auf dem Papier. Der U23-Europameister von 2023 hat ein ganz klares Ziel vor Augen: Eine Medaille. „Das habe ich im Männerbereich noch nicht geschafft“, betont der Westendorfer, der in Heidelberg studiert. Gerade die russischen Athleten, die weiterhin unter neutraler Flagge starten, gehören zu den Titelanwärtern, wie viele osteuropäische Ringer, die jede Gewichtsklasse aufmischen. Nach dem rund zweiwöchigen Trainingslager in Tokio (Japan) fühlt sich Stechele bereit für die kontinentalen Titelkämpfe in der slowakischen Hauptstadt.
Unterdessen gibt der Westendorfer in Bratislava seinen Einstand als neugewählter Athletensprecher für den Freistilbereich. In einem Voting erreichte der Bundesligaringer des SC Siegfried Kleinostheim hier die meisten Stimmen. Damit ist er Bindeglied zwischen Sportlern, Bundestrainer und dem Verband. Ein 24 Seiten umfassendes Nachschlagewerk zeigt ihm seine Rechte und Pflichten in dieser Position auf. Denn auch bei den Frauen und dem Griechisch-Römisch-Bereich bei den Männern gibt es gewählte Athletensprecher. „Dass ich gewählt wurde, hat mich schon überrascht. Es zeigt mir: Ich habe eine gute Verbindung zu Trainern und Sportlern. Ich freue mich, dass sie mir das Vertrauen ausgesprochen haben“, so Stechele. Zwei Jahre lang hat er dieses Amt inne. Bedingung für die Ausführung ist die Zugehörigkeit im Nationalkader des Deutschen Ringer-Bundes. (stg)

Fotos: UWW / Kadir Caliskan