Der TSV Westendorf hat bei den deutschen Ringer-Einzelmeisterschaften der U17 im griechisch-römischen Stil in Luckenwalde zwei Medaillen gewonnen. Vitus Scheifele holte sich sogar den Titel, während Theo Völk das kleine Finale um Bronze für sich entscheiden konnte.
Vier Gegner hatte Vitus Scheifele vor der Brust. Mit einem technischen Überlegenheitssieg startete der Westendorfer ins Turnier. Er zwang den Auer Ansgar Lindner mit 10:0 in die Knie. In seiner zweiten Begegnung verlor Scheifele knapp gegen Francis Muoh mit 5:6-Wertungspunkten. Doch die Chance auf den Titel wahrte er trotzdem. Voraussetzung: Viele Punkte sammeln. Dem Schultersieg über Michael Mattern (Vörstetten) folgte ein weiterer Sieg auf Schulter gegen Toral Reich (Frankfurt/Oder). „Vitus hat ein überragendes Turnier gerungen und schöne Techniken gezeigt“, freut sich Westendorfs Maximilian Goßner, der als Landestrainer für den Bayerischen Ringer-Verband fungierte, über die Goldmedaille.
Theo Völk ging dagegen im Limit bis 48 Kilo auf die Matte. „Alle starken Ringer waren in seinem Pool“, resümiert Goßner und verweist gleich einmal auf das schwäbische Duell zum Start des Turniers gegen den Meringer Florian Kroiß, den Völk knapp mit 7:6-Wertungspunkten bezwang. Strecken musste sich der Westendorfer auch im nächsten Kampf gegen Hamza Ayaz vom SV Triberg. Er gewann mit 5:3. Somit gewann Völk bereits innerhalb weniger Wochen zum zweiten Mal gegen Ayaz, der übrigens seinen nationalen Titel verteidigen konnte. Schon beim Kaderturnier blieb der Westendorfer siegreich. Im entscheidenden Duell um den Finaleinzug führte Theo Völk zwischenzeitlich mit 3:1 gegen John Kromm aus Werdau. Doch zum Ende hin gab der Westendorfer noch eine Zweierwertung ab, die entscheidend war, dass er nicht das Finale erreichen konnte. „Der Kampfverlauf war sehr bitter. Trotzdem hat Theo im kleinen Finale Moral bewiesen und seinen Gegner Dominik Seidl aus Nendingen mit 5:1 bezwungen“, fasst Maximilian Goßner zusammen.
Die Ausgangslage für Theo Völk und Vitus Scheifele war vor dem Turnierstart in Luckenwalde ziemlich klar: Völk, der nach seinem Sprung von der U14 in die U17 zweimal die deutsche Vizemeisterschaft gewann, erreichte im Januar beim Kaderturnier des Deutschen Ringer-Bundes einen ersten Rang. Für Scheifele ist es das letzte Jahr in der U17. Mit dem Gewinn der deutschen Einzelmeisterschaft dürfte sich der Westendorfer im Limit bis 110 Kilo genauso für weitere internationale Aufgaben empfehlen, wie auch Theo Völk, der trotz seiner Bronzemedaille im Fokus des Bundestrainers bleibt.
Ohne Medaille blieb dagegen Leo Steuer, der trotzdem ein super Turnier gerungen hat. Zwei Siege und zwei Niederlagen bedeuten für ihn Rang zehn. Allerdings waren in seiner Gewichtsklasse bis 71 Kilo allein 21 Teilnehmer vertreten. „Durch seine Teilnahme konnte er wieder jede Menge Erfahrungen sammeln“, hebt Goßner hervor.
Parallel fanden in Aschaffenburg die Freistilwettkämpfe statt. Mit Maxim Kremer war nur ein einziger Westendorfer für die Meisterschaften nominiert. In der Gewichtsklasse bis 65 Kilo schied er nach zwei Niederlagen vorzeitig aus. (stg)

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Coach Maximilian Goßner mit den drei Westendorfer Nachwuchsathleten in Luckenwalde: Sitzend von links, Leo Steuer, Vitus Scheifele und Theo Völk. © Maximilian Goßner




































































































































































































































































































































