Die Millionenmetropole Antalya zieht Jahr für Jahr nicht nur sonnenhungrige Urlauber an, auch die internationale Ringsportszene hat sich jüngst zu einem Turnier am Mittelmeer getroffen. Bei diesem Kräftemessen hatte der Deutsche Ringer-Bund auch zwei Westendorfer Nachwuchsathleten im Gepäck. Theo Völk und Vitus Scheifele gingen beim „Victory-Cup“ an den Start.
Große Ringernationen wie Aserbaidschan, Georgien, Kasachstan oder die Türkei schickten bei diesem U17-Turnier ihre Athleten an den Start. Auch die beiden Eigengewächse aus dem Ostallgäuer Ringerdorf nutzten die Gelegenheit, sich mit den internationalen Kräften zu messen. Obwohl es nur ein normales Turnier war, zog der Gastgeber dieses Spektakel wie eine Europameisterschaft auf. Für die teilnehmenden Sportlerinnen und Sportler dürfte dies allemal einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben.
In der Gewichtsklasse bis 48 Kilo ging Theo Völk auf die Matte. Doch der junge Westendorfer musste sich gegen den starken Türken Mevheş Şahinoğlu am Ende geschlagen geben. Nach einem Kampf war für Völk das Turnier genauso beendet wie für Vitus Scheifele, der im Limit bis 110 Kilo an den Start ging. Obwohl in diesem Duell sehr viele technische Punkte fielen, beendete der Westendorfer seinen Kampf mit einer Schulterniederlage. Selbst für ihn ging es nicht mehr weiter, da sein Gegner das Finale nicht mehr erreichte. Denn nur dann hätte Scheifele über die Hoffnungsrunde wieder eingreifen können.
„Es ist für beide Westendorfer unterm Strich im Turnier nicht gelaufen. Zum Teil ist es schon bitter, weil mehr möglich war“, bilanziert Matthias Einsle den Auftritt der beiden jungen Griechisch-Römisch-Spezialisten. Trotzdem sei er stolz, dass zwei Eigengewächse des TSV über den Deutschen Ringer-Bund (DRB) an internationalen Turnieren teilnehmen können. Obwohl es für Theo Völk nur zu einem Kampf gereicht hat, sieht der Nachwuchs-Bundestrainer enormes Potenzial in dem Westendorfer. Seit Sonntag (19.4.) nimmt Völk an einem Lehrgang des DRB in Baku (Aserbaidschan) teil. Der Hintergrund ist nämlich mehr als erfreulich: Völk ist für die U17-Europameisterschaft in Bulgarien nominiert. „Das ist richtig mega. Ich freue mich enorm für ihn. Aber auch für Westendorf ist seine Teilnahme wieder ein Erfolg auf ganzer Linie“, hebt Einsle hervor. Somit starten drei Eigengewächse aus der Westendorfer Talentschmiede im Jahr 2026 bei kontinentalen Titelkämpfen. Neben Völk gehen jetzt vom 20. bis 26. April Niklas Stechele (Freistil) und Christopher Kraemer (Griechisch-Römisch) in Tirana (Albanien) bei der Männer-EM an den Start. (stg)

Die Westendorfer Vitus Scheifele (links) und Theo Völk (rechts) nahmen beim Victory-Cup in der Türkei teil. © Mario Baumeister




































































































































































































































































































































