Die erfreuliche Nachricht gleich vorneweg: Der TSV Westendorf ist neuer Spitzenreiter der Regionalliga Bayern. Nicht nur, dass die Ostallgäuer den Auswärtskampf gegen den SC Anger mit 19:9 gewannen, profitierten sie von der zeitgleichen Niederlage des bisherigen Ligaprimus Hallbergmoos in Burgebrach.
Schon der Auftaktsieg im Limit bis 57 Kilo des jungen Jakob Völk gegen den Georgier Vakhtang Kuprava war eine totale Überraschung. Stilartfremd gewann der Westendorfer dank eines Takedowns und Durchdrehers beim 4:2-Erfolg einen Mannschaftspunkt, was die Angerer Hoffnung auf einen Gesamtsieg direkt einen großen Dämpfer versetzte. Keine Mühe hatte im Schwergewicht Georgi Ivanov, der nach 83 Sekunden Lukas Koch vorzeitig technisch überlegen bezwang. Chancenlos war in der Gewichtsklasse bis 61 Kilo im Freistil Shailo Ulm, der gegen Nikolozi Santeladze mit 0:15-Wertungspunkten verlor. Eine bärenstarke Leistung bot wieder einmal Felix Kiyek. Der Griechisch-Römisch-Spezialist ließ im Limit bis 98 Kilo Simon Öllinger keine Chance und punktete ihn vor dem Pausengong noch aus. Im letzten Kampf vor der Halbzeit setzte es für Niclas Gaa (66 kg, Griechisch-Römisch) eine deutliche Niederlage gegen Felix Baumgartner.
Mit einer knappen 9:8-Führung ging Westendorf in den zweiten Durchgang. Während Simon Einsle (86 kg, Freistil) sein hartumkämpftes Duell gegen Benedikt Argstatter mit 1:2 abgab, drehte Nasrat Nasratzada bis 71 Kilo den Spieß herum und gewann mit 6:2-Wertungspunkten gegen Lorenz Hagelnauer. Erneut stellte sich Freistil-Cheftrainer Matthias Einsle in den Dienst der Mannschaft. Stilartfremd holte er drei Teamzähler beim überzeugenden 14:0-Erfolg über Philipp Bart. Vor den abschließenden Begegnungen im Weltergewicht (75 kg) führte Westendorf mit 14:9. Während Bohdan Kabyn einen 9:1-Sieg gegen Franz Fröhlich einfuhr, konnte auch Schlusskämpfer und Freistiler Daniel Joachim zwei weitere Zähler verbuchen. Er siegte mit 7:2 gegen Martin Bauer. Für Abteilungsleiter Klaus Prestele war ohne Wenn und Aber Jakob Völk der Matchwinner des Abends. „Er hat mit seinem Sieg den Kampf in unsere Richtung gelenkt. Auch sonst hat die Einstellung der gesamten Mannschaft gepasst.“ Durch die Niederlage hat sich Westendorf im Kampf um die Meisterschaft wieder eine gute Ausgangsposition verschaffen. Am Samstag geht es zum nächsten Auswärtskampf nach Unterföhring.
Chancenlos war dagegen die Dritte Mannschaft im Spitzenduell der Gruppenoberliga Süd gegen den TV Traunstein. Mit 9:39 setzte es eine hohe Niederlage. Für Westendorf war es die zweite Niederlage gegen den Ligaprimus, der weiterhin verlustpunktfrei die Tabelle anführt. Westendorf bleibt Zweiter. (stg)





































































































































































































































































































































