westendorf bleibt auch in der saison 2023 zuhause ungeschlagen

von | Dez. 11, 2023

Der TSV Westendorf hat sich am letzten Kampftag der Bayerischen Oberliga die Vizemeisterschaft gesichert. Eindrucksvoll gewannen die Recken aus dem Ostallgäuer Ringerdorf das packende Duell gegen den SC Anger mit 17:13. Die Zuschauer waren durch die Bank aus dem Häuschen, denn was sie in der Sparkassenarena im Bürgerhaus Alpenblick zu sehen bekamen, war allererste Sahne.

Zum ersten Mal in dieser Saison war der Hexenkessel nahezu ausverkauft. Eine bessere Bühne hätte es nicht geben können, als Bernhard Hofmann (Zweiter Vorstand) auf die Matte trat und Robert Zech förmlich die Urkunde zum Ehrenmitglied überreichte. In seinen kurzen Ausführungen bedankte sich der Erste Vorstand, der seit rund 18 Jahren dem Gesamtvorstand des TSV Westendorf angehört. Gleichzeitig machte er bekannt, „dass Bernhard Hofmann und ich bei der Generalversammlung im Frühjahr nicht mehr kandieren werden.“

Offener Schlagabtausch

Von Beginn an zeigten beide Ringkampfsport auf extrem hohem Niveau. Obwohl Michael Steiner (57 kg, Griechisch-Römisch) und Marwin Saeed (61 kg, Freistil) ihre Kämpfe angaben, konnten bei den schweren Jungs Georgi Ivanov (130 kg, Freistil), kampflos, und Felix Kiyek (98 kg, Griechisch-Römisch), als Aufgabesieger, jeweils vier Mannschaftspunkte einfahren. Zudem gewann Avgustin Spasov in der Gewichtsklasse bis 66 Kilo überlegen das Duell gegen Felix Baumgartner technisch überlegen. Zur Pause führte der TSV somit mit 12:7.

Der zweite Durchgang verlief ebenfalls spannend und phasenweise auch konfus. Nicht ganz unschuldig das Kampfgericht, die eine Disqualifikation gegen Westendorfs Matthias Einsle (86 kg, Freistil) zurücknahm. Allerdings gewann der Angerer Benedikt Argstatter trotzdem mit 9:1-Wertungspunkten. Luis Wurmser (71 kg, Freistil) musste sich ebenfalls geschlagen geben. Einen ebenfalls starken Kampf zeigte Philipp Reiner (80 kg, Griechisch-Römisch) gegen Michael Klouceck, den er mit 13:0 bezwang. Nichts für schwache Nerven war die Wiederauflage zwischen Ion Gaimer (75 kg, Griechisch-Römisch) und Franz Fröhlich. Schon im Hinkampf siegte der Angerer, auch im Rückkampf hatte er das bessere Ende für sich und gewann mit 13:11. Vor dem letzten Duell führte Westendorf hauchdünn mit 15:13. Mit einer starken Performance auf der Matte zwang Freistiler Daniel Joachim Maximilian Pöschl in die Knie, sodass der Gesamtsieg für den TSV feststand.

Lobeshymnen für beide Teams

„Dieser Kampf war absolute Sahne“, zeigte sich Bernhard Hofmann sichtlich begeistert. Selbst bei Philipp Reiner, der in seinem Duell alles gegeben hat, überwog die Freude: „Ich habe alles in diesen Kampf hineingesteckt.“ Allein die Saison mit einem Sieg zu beenden, ist Gold wert. „Wir wollten einen versöhnlichen Abschluss und die Jungs haben top abgeliefert“, so Coach Maximilian Goßner. Selbst Freistiltrainer Matthias Einsle ist einfach nur glücklich. „Respekt an unsere Jungs, aber auch an Anger. So eine grandiose Stimmung in der Halle erlebst du auch nicht an jedem Tag.“

Bild: S. Seiffert

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