Die erste Hürde hat der SV Wacker Burghausen im Kampf um den Gewinn des deutschen Mannschaftsmeistertitels im Ringen bereits gemeistert. Die Ostbayern gewannen am vergangenen Samstag den ersten Finalhinkampf auswärts gegen den SV Germania Weingarten knapp mit 12:11. Im Aufgebot stand auch der Westendorfer Christopher Kraemer, der in seinem Kampf bis 66 Kilo im griechisch-römischen Stil Youngster Janis Heinzelbecker deutlich mit 18:0-Wertungspunkten von der Matte fegte. Wir sprachen dazu mit Christopher Kraemer.
Wie analysieren Sie Ihren Kampf, den Sie vorzeitig entschieden haben?
Christopher Kraemer: Ich habe eine Duftmarke gesetzt. Es lief einfach optimal für mich, weil ich von Beginn des Kampfes vorwärtsgegangen bin. Janis Heinzelbecker war körperlich unterlegen, das habe ich zu meinem Vorteil ausgenutzt.
Es war ihr elfter Sieg im elften Bundesligakampf in dieser Saison. Wie fühlt es sich an, ungeschlagen zu sein?
Kraemer: Einfach großartig! Nach meiner langwierigen Verletzung wurde ich durch Matthias Maasch (Anm. d. R.: Trainer und sportlicher Leiter des SV Wacker Burghausen) fitgemacht. Gleich zu Saisonbeginn lief es optimal für mich, wobei du natürlich nicht voraussagen kannst, wie man nach einer langen Verletzung überhaupt zurückkommt. Aber es hat funktioniert. Dennoch wurde mir nichts geschenkt, da ich auch einige Topathleten aus der europäischen Spitze als Gegner hatte. Es war also definitiv keine Laufkundschaft dabei.
Der erste Schritt für den Gewinn des sechsten Titels ist getan. Wie schwer wird der Rückkampf?
Kraemer: Sicherlich sind wir mit dem Stilartwechsel in der Rückrunde nochmals stärker. Ich weiß allerdings auch, und das zeigen die Ergebnisse von Weingarten, dass auch sie extrem stark aufgestellt sind. Wenn wir unsere Athleten auf die Matte bringen und alles für uns läuft, können wir gewinnen.
Wirst Du am Samstag ringen?
Kraemer: Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich es weder bestätigen noch dementieren. Bis zum Gang auf die Waage wird es offen sein. Das ist es auch, was das Ringen auch so spannend macht. Trotzdem werde ich mich zu 100 Prozent darauf vorbereiten, da ich natürlich auch mit einem Einsatz rechnen muss.
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