Auf den Spitzenreiter der Regionalliga wartet am Samstagabend die nächste schwere Hürde. Die noch ungeschlagenen Ringer des TSV Westendorf geben ihre Visitenkarte beim SV Johannis Nürnberg ab. Auch die anderen Männerteams des TSV sind auswärts gefordert.
Jahrzehnte lang gehörten die Nürnberg Grizzlys stets der Ersten und Zweiten Bundesliga an. Mit dem Abstieg in den bayerischen Landesverband gehören sie ohne Zweifel zu den Favoriten auf den Titel. Bisher konnten sie drei der vier Duelle für sich entscheiden. Auch wenn Westendorf mit einer weißen Weste am Zeisigweg im Stadtteil Johannis auf die Matte geht, bleiben die Verantwortlichen aus dem Ostallgäuer Ringerdorf auf dem Boden der Tatsachen. „Nürnberg ist bockstark“, sagt Griechisch-Römisch-Coach Felix Kirsch im Vorfeld dieser Begegnung. Aufgrund der Vorbereitung auf die Männer-WM in Astana (Kasachstan) werden den Grizzlys die beiden ungarischen Topringer Tamas und Zoltan Levai genauso fehlen wie Vitalie Eriomenco. Der Moldawier startet nämlich vom 12. bis 18. Oktober bei der U23-Weltmeisterschaft in Las Vegas (USA). „Sicherlich spielen uns diese Ausfälle etwas in die Karten. Doch Nürnberg kann die Positionen kompensieren. Von daher müssen wir alles geben, um siegreich hervorgehen zu können.“ Ähnliche Töne schlägt auch Cheftrainer Matthias Einsle an. „Es kann für uns etwas möglich sein“, schließt er nicht aus. Westendorf muss schon in die Trickkiste greifen, um auch nach dem fünften Wettkampftag die Spitzenposition zu verteidigen. „Wir genießen daher jeden Augenblick. Solange es so bleibt, ist es uns natürlich recht“, freut sich TSV-Abteilungsleiter Thomas Stechele über die aktuelle Situation. Man müsse die derzeitige Euphorie und den Schwung mitnehmen. „Unsere Ringer haben Spaß im Training. Das spiegelt sich natürlich auch im Wettkampf wider. Jetzt gilt es, die Spannung für die nächsten Kämpfe hochzuhalten“, ergänzt Felix Kirsch.
Unterdessen sind auch die beiden anderen Männerteams des TSV Westendorf am Samstagabend auswärts gefordert. In der Bayernliga hat die Zweite einen Gastauftritt beim RSV Schonungen. Die Unterfranken haben wie die Ostallgäuer noch keinen Sieg einfahren können. Als Tabellennachbarn mit jeweils 0:6-Punkten liegen sie nah beisammen. Ein Erfolgserlebnis täte dem TSV auch für die Moral sehr gut. Zum Allgäuderbykommt es dagegen in der Landesliga Süd, wenn Schlusslicht Westendorf auf den TSV Kottern trifft. Das Team aus dem Kemptener Stadtteil Sankt Mang liegt mit 4:4-Punkten derzeit auf dem dritten Rang. Ihre Siege erreichten sie gegen Anger 2 und Trostberg, während Westendorfs bis dato einziger Saisonsieg aus dem Heimerfolg gegen Sankt Wolfgang resultiert. (stg)



