Mit einer großen Abschlussparty haben Fans und Ringer des TSV Westendorf die Saison 2025 im Bürgerhaus Alpenblick ausklingen lassen. Dass alle drei Männerteams in ihren Ligen jeweils die Vizemeisterschaft gewannen, zeigt vor allem eines: Die enorme Breite und Qualität der TSV-Ringer.
Es war am Ende eine denkbar knappe Entscheidung um den Titel in der Regionalliga Bayern. Nur weil der TSV den Rückkampf in Hallbergmoos höher verlor und damit auch den direkten Vergleich, war die Titelverteidigung nicht mehr möglich. „Wir sind sportlich nicht schlechter als Hallbergmoos“, verweist Griechisch-Römisch-Cheftrainer Maximilian Goßner in seiner Bilanz auf ein prägendes Duell in der Rückrunde, welches der TSV Westendorf in Geiselhöring nicht auf der Matte, sondern bereits auf der Waage verloren hatte. Rückblickend verlor der TSV zweimal gegen Geiselhöring. Dass Westendorf aber trotzdem Rang zwei erzielte, darf nicht als selbstverständlich angesehen werden. Während der Saison musste Westendorf bei den Aufstellungen variieren, weil unter anderem die beiden Freistiler Nasrat Nasratzada und Daniel Joachim zeitweise verletzungsbedingt ausfielen. „Wir können trotzdem mit dem Verlauf der Saison zufrieden sein. Die Vizemeisterschaft ist ein sehr gutes Ergebnis“, so TSV-Ringerchef Klaus Prestele.
In die gleiche Kerbe schlägt auch Matthias Einsle. Für den Freistil-Cheftrainer sei auch der zweite Platz sehr viel wert. „Ringen ist einfach unsere Leidenschaft.“ Allein in neun Begegnungen stand Einsle auf der Matte. Seine Erfahrung wird benötigt. So auch im letzten Heimkampf gegen Burgebrach, als er als letzter Ringer beim Stand von 16:15 für Westendorf auf die Matte schritt. „Ich hatte den Druck schon vor dem Kampf.“ Weil sich Nasrat Nasratzada verletzte, musste Daniel Joachim bis 71 Kilo abkochen und Einsle stand im Limit bis 75 Kilo parat. „Mir war klar, dass ich den Kampf gewinnen musste. Das hatte ich mir schon im Vorfeld ausgerechnet. Der Druck war wahnsinnig hoch.“ So musste er sogar im Vorfeld vier Kilogramm abtrainieren. „Für die Psyche ist das nicht alles einfach. Wenn du dann aber gewinnst, ist alles im Nachgang glattgebügelt“, erzählt Matthias Einsle.
Während Trainerkollege Maximilian Goßner seine Ringerschuhe bereits an den Nagel hing, kommt dies für Einsle erst einmal nicht in Frage. „Der Tag ans Aufhören gibt es noch nicht. Ich liebe den Verein und die Mannschaft. Meistens ringe ich dann, wenn es nicht anders geht und wir dadurch auch gewinnen müssen.“ In der vergangenen Saison siegte er übrigens sechs Mal. „Solange ich mich gut fühle, ringe ich weiter“, verspricht er.
In der Bayernliga schaffte Westendorfs Zweite Mannschaft übrigens am letzten Kampftag einen 22:12-Heimsieg über die KG Südthüringen und verteidigte damit den zweiten Platz. Auch die Dritte war in der Gruppenoberliga Süd erfolgreich und düpierte den TSV Trostberg mit 54:0. (stg)





































































































































































































































































































































