Der TSV Westendorf bleibt Tabellenführer SV Siegfried Hallbergmoos weiterhin dicht auf den Fersen. Eine Woche nach der Niederlage in Geiselhöring bezwang der Tabellenzweite der Regionalliga Bayern den SC Oberölsbach verdient mit 22:7. Für den TSV war es der erste Rückrundenkampf in der Sparkassen-Arena im Bürgerhaus Alpenblick.
Bereits der Auftakt war verheißungsvoll, als Michael Steiner im leichtesten Limit bis 57 Kilo im griechisch-römischen Stil einen überforderten Jakob Geitner vorzeitig auspunktete. Weil die Oberpfälzer das Schwergewicht nicht besetzten, hatte Georgi Ivanov nicht nur einen ruhigen Abend, der Bulgare strich für sein Team weitere vier Mannschaftszähler ein. In der Gewichtsklasse bis 61 Kilo im Freistil musste sich Markus Stechele nach großartigem Kampf Fabian Osman Meier mit 4:6-Wertungspunkten geschlagen geben. Spannend wurde es im Halbschwergewicht zwischen Westendorfs Felix Kiyek und Patrik Fanderl. Kurz vor Ende dann der Schockmoment: Beim Stande von 7:4 zog sich Kiyek durch einen Kopfstoß seines Gegners eine Platzwunde zu. „Das ist leider im zweiten Durchgang ausgeartet“, so Kiyek, der nach fast vierminütiger Verletzungszeit wieder auf den Beinen stand. „Ich habe den Schalter umgelegt und die vier Sekunden zu Ende gebracht.“ Danach ließ er sich von den Fans feiern. Keine Probleme hatte Avgustin Spasov, der im Limit bis 66 Kilo Griechisch-Römisch Christian Gregor nicht den Hauch einer Chance ließ und den Oberölsbacher vorzeitig nach 2.18 Minuten auspunktete.
Auch nach der Pause ging der TSV-Tross nur in eine Richtung. Freistilass Simon Einsle (86 kg, Freistil) holte sich einen überragenden 16:4-Punktsieg über Thomas Kraemer, ehe Nasrat Nasratzada (71 kg, Freistil) mit seinem technischen Überlegenheitserfolg (16:0) gegen Lukas Leinweber die Halle noch mehr zum Beben brachte. Der Gesamtsieg war längst in trockenen Tüchern. Ein Höhepunkt des Abends war der erste Auftritt von Lukas Kinberger (80 kg, Griechisch-Römisch) in der Regionalliga. Zwar verlor er gegen Achim Thumshirn mit 7:10-Wertungspunkten, doch hat er in den sechs Minuten alles gegeben. „Das ist so krass. Ich habe zum ersten Mal vor so einer Kulisse gerungen. Ich hatte wirklich eine Gänsehaut. Schade, dass ich nicht gewinnen konnte“, so Kinberger nach dem Kampf, der deutlich macht: „Ich habe wirklich alles gegeben.“ Mit 7:10 gab er sein Duell an den SCO’ler ab. Stilartfremd rang Freistil-Cheftrainer Matthias Einsle (75 kg) gegen Jonas Zimmermann und siegte mit 2:0. Chancenlos war dagegen Schlussringer Daniel Joachim (75 kg, Freistil), der gegen den international erfahrenen Esten Erik Reinbok deutlich unterlag. Für Westendorfs Ringerchef Klaus Prestele ist der deutliche Erfolg über Oberölsbach ein „phänomenales Ergebnis“. Es sei die richtige Antwort nach dem Tiefschlag in Geiselhöring. Und selbst Griechisch-Römisch-Cheftrainer Maximilian Goßner zeigt sich voll des Lobes: „Die Mannschaft hat eine gute Reaktion gezeigt und überhaupt nichts anbrennen lassen.“ Zwei Punkte liegt Westendorf hinter Hallbergmoos und muss am kommenden Samstag in Anger ran. (stg)





































































































































































































































































































































