Zum ersten Mal überhaupt stand Theo Völk auf einer großen internationalen Bühne. Der 14-jährige Ringer des TSV Westendorf startete jüngst bei der U17-Europameisterschaft in Samokov. Im Limit bis 48 Kilo war allerdings nach einem Kampf bereits Schluss.
Schon im Vorfeld war die Freude im Ostallgäuer Ringerdorf groß: Denn mit Theo Völk schaffte ein weiterer Westendorfer die Hürde für eine EM-Nominierung. Im April nahmen die Aushängeschilder Niklas Stechele und Christopher Kraemer bei den Männern in Albanien bereits teil. Dass der Auftritt von Völk am Ende nur vier Minuten dauerte, ist im Nachgang doch etwas bitter. In der Qualifikation stand der Westendorfer Simon Srytr gegenüber und verlor seine Premiere knapp mit 4:6-Wertungspunkten. Weil der Tscheche in der Folge allerdings dem späteren Vize-Europameister Omar Salmanov aus Aserbaidschan deutlich unterlag, war somit der Weg für Theo Völk über die Hoffnungsrunde verbaut. Am Ende reichte es zum elften Rang. Trotzdem zieht der Westendorfer erstmal nur das Positive für sich heraus: „Es ist vor allem cool, dass ich dabei sein durfte, und habe gesehen, wie so eine große Meisterschaft abläuft.“ Stolz sei er, für Deutschland auf die Matte gegangen zu sein. Selbstkritisch zeigt er sich im Nachgang der EM dann aber doch: „Sicherlich habe ich mir von meinem Kampf etwas mehr erwartet. Für mich ist es aber trotzdem eine tolle Erfahrung.“
Mit dabei waren auch seine Eltern Auch für Reinhard und Barbara sei die Europameisterschaft etwas Besonderes gewesen. „Dass der Bundestrainer Theo nominiert hat, ist für uns, vor allem für Theo, natürlich richtig mega.“ Auch für die Eltern war der Besuch einer kontinentalen Meisterschaft eine Premiere. „Die Organisation war top“, betont Reinhard Völk, der ebenfalls früher aktiver Ringer für den TSV Westendorf war und viele Jahre der Männermannschaft angehörte. Was ihm sofort auffiel: „Russland, Aserbaidschan, Georgien, Armenien und Polen waren in Samokov brutal aufgestellt.“ Doch in erster Linie waren Reinhard und Barbara Völk froh, das erste große Abenteuer ihres Jungen in Bulgarien hautnah miterlebt zu haben. „Uns war klar, dass wir uns das nicht entgehen lassen wollten. Und stolz sind wir auf unseren Theo sowieso“, so die Eltern unisono. (stg)





































































































































































































































































































































