Die beiden Westendorfer Aushängeschilder Niklas Stechele und Christopher Kraemer sind wieder auf internationaler Bühne gefordert. Beide Topathleten gehen in dieser Woche (20.-26.4.) bei der Ringer-Europameisterschaft in Tirana an den Start. Für beide TSV-ler wird die Aufgabe alles andere als leicht werden.
Dass Kraemer bei den kontinentalen Titelkämpfen dabei sein kann, liegt daran, da der Burghauser Sportpolizist Witalis Lazovski aufgrund einer Verletzung nicht teilnehmen kann. Für die Gewichtsklasse bis 67 Kilo wurde daraufhin Kraemer nachnominiert. „Ich hatte damit nicht gerechnet“, sei Kraemer doch überrascht gewesen, als er von Bundestrainer Maik Bullmann die erfreuliche Nachricht überbracht bekam. Der Griechisch-Römisch-Spezialist bereitet sich derzeit auf die im Juni stattfindende deutsche Einzelmeisterschaft in Elsenfeld vor. „Somit bin ich aktuell nicht in dem Zyklus, der sonst bei Athleten vorgesehen ist, die unmittelbar vor einem Wettkampf stehen“, erklärt der 30-Jährige. Es gebe verschiedene Phasen der Vorbereitungsphase. Er befinde sich derzeit im Bereich des Grundlagen-Zyklus. „Ich hatte für mich eben andere Trainingsinhalte gesetzt“, betont Kraemer. Doch seit seiner Zusage steckt der Ostallgäuer Sportpolizist wieder voll im Fokus auf die EM. „Ich werde und kann ohne Druck frei aufringen. Das ist sicherlich mein Vorteil“, betont der Ostallgäuer, der sich in erster Linie freut, dass er teilnehmen darf. Allein im Limit bis 67 Kilo sind 23 Teilnehmer gemeldet. Am Dienstag (21.4.) ist er im Einsatz. „Das ist ein brutal starkes Feld. Es wird auch für mich herausfordernd sein“, weiß der 30-Jährige, dass Losglück und die nötige Tagesform hier in seine Karten spielen müssen. Dass Kraemer gegen Topringer bestehen kann, zeigte er bereits in der abgelaufenen Bundesliga-Saison mit dem SV Wacker Burghausen. Hier blieb Kraemer ungeschlagen.
Auch Niklas Stechele ist vorbereitet. Während sein direkter Konkurrent, Horst Lehr, im olympischen Limit bis 57 Kilo, sein Können zeigen muss, geht der Westendorfer dagegen bis 61 Kilo auf die Matte. Zuletzt war der 26-jährige Freistilspezialist mit der Nationalmannschaft bei einem Lehrgang in Tokio. 14 Tage standen hier intensive Einheiten mit Athleten aus Japan und Südkorea auf dem Programm. „Wir hatten Trainingspartner ohne Ende. Es hat richtig Spaß gemacht, wobei uns anfangs die Schnelligkeit und Spritzigkeit, die die asiatischen Athleten von Haus aus mitbringen, gefehlt haben“, erzählt Stechele. Für ihn war es mittlerweile der dritte Abstecher ins Land der aufgehenden Sonne. Während Christopher Kraemer schon am Sonntag nach Albanien aufbrach, geht es für Niklas Stechele und den Freistil-Tross des DRB erst am Donnerstag in die albanische Hauptstadt. Der TSV’ler ist am Samstag (25.4.) gefordert, wobei auch er ein starkes Teilnehmerfeld vor der Brust hat. Doch verstecken müsse er sich nicht. Im vergangenen Jahr schrammte Stechele als Fünfter bei der EM in Bratislava am Podium vorbei. „Eine Medaille bleibt mein Ziel. Es ist auch nicht unmöglich“, so Stechele, der mit einer gewissen Erwartungshaltung antritt. „Ich glaube, mir fehlt in entscheidenden Kämpfen, wenn es um die Medaillen geht, noch die Coolness und die letzten paar Prozent, um es bis zum Schluss durchzuziehen.“ (stg)





































































































































































































































































































































