Intensive Vorbereitungsphase / Westendorfer Athleten bolzen Kondition. Warum auch ein Traktor dazugehört.

von | Aug. 13, 2026

In rund einem Monat (12.9.) startet für den TSV Westendorf die neue Saison in der höchsten bayerischen Wettkampfklasse, der Nike-Wrestling-Ringerliga (Regionalliga). Bis dahin stehen aber noch einige schweißtreibende und intensive Trainingseinheiten auf dem Programm, um alle Athleten fit zu bekommen.

Zuletzt gab es einen besonderen Trainingstag, als der TSV neben dem SC Anger noch weitere Athleten des KSV Unterelchingen im Bürgerhaus Alpenblick empfing. Rund 50 Sportler absolvierten zwei intensive Einheiten. Neben einem kurzen Technikteil standen aber vermehrt Trainingskämpfe im Vordergrund. Für Anfang September ist noch ein weiterer Trainingstag mit dem SC Isaria Unterföhring geplant.

Schwerpunkt der laufenden Vorbereitungsphase ist allerdings die Kondition. „Da müssen wir noch die Zügel richtig anziehen und uns hineinhängen“, betont Cheftrainer Matthias Einsle. Bis zu fünf Einheiten stehen pro Woche auf dem Programm. Immer montags ist ein Lauftraining angesetzt, das in Form eines Intervalls durchgeführt wird. Neben Sprints muss auch in einer angegebenen Zeit ein Traktor gezogen werden, um den Körper an die zweimal drei Minuten Kampfzeit anzupassen. Zweiter Vorstand Hubert Heiß stellt für diese durchaus besondere Trainingsmethode seinen Oldtimer zur Verfügung. „Fünf Personen ziehen den Traktor einen Berg hoch. Ziel ist es, den Körper dadurch schnell ans Limit zu bringen. So ist es auch auf der Matte. Innerhalb kurzer Zeit musst du alles abrufen“, erzählt Matthias Einsle. Dieses Spezialtraining komme bei den Jungs auch richtig gut an. „Manchmal mögen sie es natürlich nicht und müssen zwei- oder dreimal den Traktor ziehen. Das pusht trotzdem und hat seine Wirkung.“ Drei Einheiten finden noch wöchentlich auf der Matte statt. In einer zusätzlichen Session geht es um die Maximalkraft, damit sich der Muskel bei den Athleten nicht abbaut. 

Sämtliche Einheiten werden von allen Ringern der Ersten, Zweiten und Dritten Mannschaft gemeinsam abgehalten. Für Nachwuchscheftrainer Jürgen Stechele ist dieser Zusammenhalt enorm wichtig. „Vor allem brauchen wir uns gegenseitig als Trainingspartner. Deshalb kommt kein Erfolg von allein. Trainingspartner sind das A und O. Unsere Erste Mannschaft wäre deshalb bei Weitem nicht so stark. Auch die jüngeren Athleten, die in der Zweiten und Dritten ringen, profitieren davon.“ (stg)

Bild: In der Trainingsstätte des TSV Westendorf stand jüngst ein gemeinsamer Trainingstag mit Athleten des SC Anger und KSV Unterelchingen auf dem Programm. © Markus Stechele

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