Die Vorbereitungsphase ist bei den Ringern des TSV Westendorf so gut wie beendet. Denn in einer Woche startet nicht nur die Runde für die Erste Mannschaft in der Nike Wrestling Ringerliga Bayern (Regionalliga), sondern auch die Zweite und Dritte Mannschaft wird dann Wochenende für Wochenende auf der Matte stehen.
Es gibt nur wenige bayerische Ringervereine, die es schaffen, drei Teams im Männerbereich zu stellen. Der TSV Westendorf gehört ohne Wenn und Aber hier dazu. Obwohl die Vorfreude über den Saisonstart überwiegt, macht Cheftrainer Matthias Einsle hier keinen Hehl daraus, „dass es vor allem für das Team in der Bayernliga eine knüppelharte Saison geben wird.“ Denn nach dem Aufstieg des ASV Hof 2 aus der Landesliga Nord gibt es in der dritthöchsten Liga nur zwei Reservemannschaften. Der RSV Schonungen, SC 04 Nürnberg, SV 29 Kempten, SpVgg Freising und TSC Mering komplettieren das Siebener-Feld. Ausländische Verstärkungen werden bei den Gegnern keine Seltenheit sein. Auch hier dürfen bis zu zwei „Legionäre“ pro Kampf eingesetzt werden.
Ringerchef Thomas Stechele verweist in erster Linie auf die stetige Entwicklung innerhalb der Zweiten und Dritten Mannschaft. „Um unseren jungen Ringern eine Perspektive geben zu können, brauchen wir drei Teams. Für die Jungs, die 14, 15 oder 16 Jahre alt sind, ist der Einsatz in der Dritten bedeutend besser. Sie können somit in den Wettkampf bei den Männern hineinwachsen.“ Seit rund zehn Jahren verfolgt Jürgen Stechele den Entwicklungsprozess der jungen Athleten aus der Dritten. Waren sie es doch, die die ersten Schritte als Mattenfüchse von der Pike auf beim Nachwuchscheftrainer erlernten. Seit zwei Jahren ist er auch deren Trainer bei den Männern. „Die Trauben für uns hängen natürlich hoch. Unser einziges Ziel ist der Klassenerhalt, wobei die Jungs über die gesamte Saison wieder Erfahrungen sammeln werden.“ Dass alle drei Mannschaften stets gemeinsam trainieren, ist nicht nur für das Teamgefüge wichtig. „Vor allem die Trainingspartner sind entscheidend. Der Erfolg kommt nicht von allein. Aber die jungen Ringer profitieren beispielsweise von den Stammringern der Ersten“, erzählt Jürgen Stechele. Es sei für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation.
Westendorf 3 muss selbst in der Landesliga Süd dicke Bretter bohren. Angefangen in der untersten Liga gelang dem TSV zweimal in Folge der Aufstieg. Es ist die nächste Etappe für die jungen Ringer, die sich auch in dieser Saison wieder beweisen werden. Die Dritte muss als Aufsteiger gegen den AC Penzberg, ESV München-Ost, SC Anger 2, SC Isaria Unterföhring 2, TSV Kottern, TSV Sankt Wolfgang und TSV Trostberg ran. (stg)



