Der TSV Westendorf hat nach dem Sieg im Spitzenkampf über den TSV Burgebrach seine Tabellenführung in der Regionalliga ausgebaut. Beim 14:12-Heimerfolg über die Oberfranken waren die Ostallgäuer nicht komplett, doch die Ringer zeigten einen enormen Kampfes- und Siegeswillen und zwangen die Gäste letztendlich in die Knie.
Für den sportlichen Leiter Klaus Prestele sei es ein wahnsinnig schöner Abend gewesen. „Es ist unglaublich. Wir gehen stark ersatzgeschwächt auf die Matte. Aber die Jungs reißen den Kampf herum. Jeder ist über sich hinausgewachsen.“ Mit Felix Kiyek, Ion Demian und Avgustin Spasov fehlten dem TSV allein drei Siegringer. Doch Cheftrainer Matthias Einsle war nach der Waage schon klar: „Die Kämpfe gehen 5:5 aus“, sagte er beim öffentlichen Pressegespräch nach dem Kampf. Und so ist es auch eingetroffen. Zur Pause lagen die Gastgeber mit 5:7 zurück. Samuel Völk (57 kg) gab vier Mannschaftspunkte gegen den starken Georgier Elchin Ibragimov ab. Wichtig war der Sieg von Oleksandr Eftekhari, der im Schwergewicht Jens Bayer einen Mannschaftspunkt abtrotzte. Jakob Völk (61 kg) verlor nur mit 2:3-Wertungspunkten gegen den jungen Ungarn Robert Bodi, während sich Jakob Kinberger (98 kg) gegen den ehemaligen Bundesligaakteur und Routinier Bogdan Eismont gegen eine hohe Niederlage stemmte. Am Ende verlor er nur mit 1:4. Eine gelungene Premiere im Team der Ersten feierte dagegen Maximilian Vogel, der in der Gewichtsklasse bis 66 Kilo Richard Rutkowsky nach 70 Sekunden bezwang und dafür frenetischen Beifall von den 600 Fans in der Sparkassen-Arena erhielt. „Es war ein geiles Gefühl, wobei ich im Vorfeld schon etwas Lampenfieber hatte“, sagte der junge Vogel. Es sei unbeschreiblich gewesen. Allein in diesem Kampf haute der Westendorfer zwei Fünferwertungen heraus.
Selbst nach der Pause blieb es ein enges Gefecht. Simon Einsle (86 kg) gab gegen Dumitru Strah nur zwei Mannschaftspunkte ab, während Nasrat Nasratzada (71 kg) kampflos vier Zähler für den TSV einstrich. Selbst Philipp Reiner, der im Limit bis 80 Kilo antrat, kämpfte verbissen, konnte die 2:10-Niederlage gegen Johann Engelhardt nicht verhindern. Weil Maximilian Prestele (75 kg) gegen Nick Gutorov überlegen mit 13:4 gewann, stand es vor dem letzten Kampf des Abends 12:12. Doch Freistiler Glgamesh Khazkeil hielt dem Druck stand und gewann die entscheidende Begegnung gegen Josef Giehl mit 8:3. „Das war einfach mega. Jeder hat alles gegeben“ freut sich Boris Scheifele, stellvertretender Abteilungsleiter, über den Sieg. Und Maximilian Vogel ist einfach nur glücklich: „Ich bin froh, dass ich gegen Burgebrach dabei sein durfte.“
Vier Zähler führt Westendorf nun in der Tabelle vor den punktgleichen Teams aus Burgebrach, Hallbergmoos und Oberölsbach (alle 10:6). Am kommenden Samstag geht es für den Ligaprimus zum ewigen Prestige-Duell nach Hallbergmoos. (stg)

Foto: Stefan Günther

