Sie gehören beide zu den nationalen Topathleten: Christopher Kraemer und Niklas Stechele vom TSV Westendorf. In der kommenden Saison gehen beide Aushängeschilder aus dem Ostallgäuer Ringerdorf für den Bundesligisten SC Siegfried Kleinostheim an den Start.
Vier Jahre lang schnürte der 30-Jährige für den SV Wacker Burghausen die Ringerstiefel. Seine Bilanz: Zweimal gewann Christopher Kraemer mit den Ostbayern den deutschen Mannschaftsmeistertitel, zuletzt in der abgelaufenen Saison 2025/26. Nun wollen die Verantwortlichen einen neuen Weg gehen. Mit Erik Thiele, Roland Schwarz und Christopher Kraemer haben schon drei nationale Topringer den Bundesligisten verlassen. „Ich wollte eigentlich nicht wechseln, weil ich mich hier wohlfühle. Doch die Planungen von Burghausen sehen anders aus“, betont Kraemer. Jetzt zieht es ihn wieder zum SC Siegfried Kleinostheim. Dort stand der amtierende deutsche Einzelmeister zu Corona-Zeiten bereits auf der Matte. Kraemer soll die Gewichtsklassen von 66 bis 75 Kilo im griechisch-römischen Stil abdecken. In den vergangenen Jahren zogen die Unterfranken im Finale stets den Kürzeren. In der Saison 2025/26 schieden sie bereits im Halbfinale gegen Burghausen aus.
Selbst Niklas Stechele möchte endlich mit Kleinostheim am Ende einer Saison ganz oben stehen. Der Kaderathlet des Deutschen Ringer-Bundes hält den Unterfranken weiterhin die Treue. Für ihn geht es bereits in seine sechste Wettkampfzeit. Bereits in der vergangenen Saison erwies sich der 26-Jährige als wichtige Stütze. So ging er nicht nur im Limit bis 61 Kilo im Freistil auf die Matte, auch stilartfremd wurde Stechele eingesetzt. „Ich fühle mich in Kleinostheim weiterhin sehr wohl. Wir werden in der neuen Saison wieder angreifen. Das Ziel ist der Titel.“ Weil der Deutsche Ringer-Bund seine Ligastrukturen reformiert hat, gibt es in der kommenden Saison wieder eine eingleisige Erste Liga mit 20 Mannschaften. Die neue Wettkampfzeit startet für die beiden Westendorfer mit den Warriors Anfang September. Die Hauptrunde endet am 5. Dezember, ehe dann die Play-offs starten. Unterbrochen wird der Ligabetrieb nur aufgrund der Weltmeisterschaft, die vom 24. Oktober bis 1. November im kasachischen Astana stattfindet. (stg)

Foto: Stefan Günter


