lasst die ringer raus!

von | Sep. 2, 2023

Die Ringer des TSV Westendorf starten in die neue Saison in der Oberliga. Weil in der höchsten bayerischen Wettkampfklasse heuer neun Mannschaften gemeldet sind, geht es diesmal früher los. Mit einem Heimkampf gegen den TV Geiselhöring läutet Westendorf am Samstag, 2. September, die neue Wettkampfrunde ein.

Kräftezehrend war die Vorbereitungsphase. Nicht nur auf den heimischen Matten wurde geschwitzt, so nahmen die TSV-Recken auch an Trainingslagern in Anger und Unterelchingen teil. Besonders die Einheiten in Anger waren sehr intensiv, da auch weitere Vereine aus Burghausen und Untergriesbach mittrainierten. „Wir hatten hier vor Ort Toptrainingspartner“, betont Griechisch-Römisch-Cheftrainer Maximilian Goßner.

Drei Neuzugänge

Für die neue Saison konnten sich die Ostallgäuer wieder auf einigen Positionen verstärken. Mit Georgi Lyubomirov Ivanov gelang dem TSV sogar ein richtiger Coup: Der Bulgare gewann in diesem Jahr bei der U23-Europameisterschaft in Rumänien die Goldmedaille im Limit bis 125 Kilo. Diese kontinentalen Titelkämpfe bleiben dem TSV Westendorf sowieso in stetiger Erinnerung, weil Niklas Stechele am gleichen Ort ebenfalls den Titel gewann. Ein weiterer Bulgare wird sich ebenfalls für die Ostallgäuer die Ringerstiefel schnüren. Avgustin Spasov rang zuletzt für den Bundesligisten ASV Urloffen. In der Saison 2018 ging er für die Südbadener in sechs Einsätzen jeweils als Sieger hervor. Mit Alexander Eftikari kann ebenfalls ein weiterer Schwergewichtler eingesetzt werden. Der Freistilspezialist ringt bis 98 und 130 Kilo. Der gebürtige Ukrainer lebt in München und trainiert beim SV Siegfried Hallbergmoos. „Unsere Neuverpflichtungen sind sehr stark“, verweist Goßner in einem weiteren Atemzug auf die eigenen Athleten. Denn im Griechisch-Römisch sind unter anderem mit Michael Steiner, Philipp Reiner und Ralf Kiyek drei Leistungsträger vertreten. Auch die Freistiler Daniel Joachim, Simon Einsle und Nasrat Nasratzada stehen ihnen in nichts nach.

Starke Liga 

Weil der SV Wacker Burghausen II als Tabellensiebter nicht von seinem Abstiegsrecht Gebrauch gemacht hat, kämpfen in dieser Saison neun Teams um die Meisterschaft. Auch zwei Absteiger werden gesucht. Aufsteiger aus der Bayernliga sind der SC Isaria Unterföhring (Süd) und ASV Hof (Nord). Laut dem Trainerteam gehören Geiselhöring, Anger, Burgebrach und Oberölsbach zu den Topteams in der Liga. Nürnberg sei eine Wundertüte, so Freistil-Cheftrainer Matthias Einsle. Allerdings sind sich beide Coaches beim Saisonziel einig: „Wir wollen es unter die Top drei schaffen.“ Für Einsle sei die Oberliga sehr stark. Sie habe ein sehr hohes Niveau. Goßner ergänzt: „Es kann bei den Topteams jeder jeden schlagen. Viele Teams sind auf Augenhöhe. Dazu zähle ich auch unsere Mannschaft dazu.“ Allein das Auftaktprogramm ist für den TSV Westendorf nicht. Schließlich wird am ersten Wettkampftag der neuen Oberliga-Saison Vorjahresmeister TV Geiselhöring zum Schlagabtausch in der Sparkassen-Arena im Bürgerhaus Alpenblick erwartet. Eine Woche später geht es nach Burgebrach, ehe dann Oberölsbach zum Schlagabtausch kommt.  sg

Das TSV-Team

Griechisch-Römisch

57 kg Theodor Prestele

57/61 kg Michael Steiner

66 kg Maximilian Prestele

71 kg Avgustin Spasov

75 kg Ion Gaimer, Benedikt Gansohr

80 kg Philipp Reiner

86 kg Felix Jürgens

98/130 kg Felix Kiyek

Freistil

57 kg Niklas Steiner

61 kg Markus Stechele

66 kg Nasrat Nasratzada

71 kg Luis Wurmser

75 kg Daniel Joachim

80/86 kg Simon Einsle

98/130 kg Patrick Denninger, Alexander Eftikari

130 kg Georgi Ivanov 

Heimkämpfe des TSV Westendorf

2.9., 19.30 Uhr   TV Geiselhöring

16.9., 19.30 Uhr SC Oberölsbach

23.9., 19.30 Uhr ASV Hof

3.10., 15.00 Uhr Nürnberg Grizzlys II

14.10., 19.30 Uhr SV Wacker Burghausen II

1.11., 15.00 Uhr TSV Burgebrach

18.11., 19.30 Uhr SC Isaria Unterföhring

9.12., 19.30 Uhr SC Anger

Daniel Joachim hat gut lachen: Der Freistispezialist des TSV Westendorf geht mit seinem Team am Samstag in die neue Oberliga-Saison.

Der Fanclub Allgäu-Bulls des TSV Westendorf wird nicht nur die Ringer frenetisch anfeuern, sondern auch die eine oder andere Choreografie zum Besten geben.

© Stefan Günter

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