Westendorfer Jugendteam holt Platz vier bei Deutscher Meisterschaft

von frw

Einen starken Auftritt legte der TSV Westendorf in Neuss hin. Foto: Tina Steiner/TSV Westendorf

(gru) Am Ende war nicht mehr drin: Doch der vierte Platz ist für die Westendorfer Ringer ein mehr als tolles Ergebnis. Bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Jugend in Neuss mussten sich die Allgäuer zwar den Topteams geschlagen geben, ein Achtungserfolg ist dieses Resultat allemal.

 

„Es ist völlig in Ordnung, damit hatten wir überhaupt nicht gerechnet. Wir sind völlig im Soll“, bilanziert Nachwuchscheftrainer Matthias Einsle den Auftritt der Jungs. Das TSV-Team trotzte die lange Fahrt ins rund 600 Kilometer entfernte Neuss. Ihnen gelang noch am Freitagabend der so wichtige Auftaktsieg gegen den ASV Urloffen. Mit 25:10 wiesen sie die Südbadener in die Schranken. „Hier waren die Jungs auf den Punkt fit“, deutet Einsle dabei auf die sieben gewonnenen Einzelsiege. Westendorf startete im B-Pool, hatte mit dem KSK Konkordia Neuss den großen Favoriten in der Gruppe. Westendorf kämpfte munter weiter. Im zweiten Duell düpierte der TSV die KG Salzgitter-Nienburg (Niedersachsen) mit 32:8. Auffallend in dieser Begegnung war, dass sämtliche Einzelkämpfe per Schultersiege oder technische Überlegenheit entschieden wurden. Westendorf holte sich gar acht Einzelsiege. Nach einem Freilos trafen die Ostallgäuer in der vierten Runde auf den PSV Lippe-Detmold. Gegen das Team aus NRW zeigten die Athleten auch hier einen beherzten Auftritt, was mit einem deutlichen 24:12-Erfolg bejubelt wurde. Um den Poolsieg ging es gegen Gastgeber und Mitfavorit Neuss. Von den insgesamt zehn Duellen entschied der TSV vier Kämpfe für sich. Max Schmidt war im Limit bis 110 Kilogramm (Freistil) ohne Gegner, Stefan Joachim (77 kg/Freistil) gewann genauso souverän wie Niklas Stechele (55 kg/Freistil). Denkbar knapp siegte Michael Steiner (60 kg/Greco). „Sie waren deutlich stärker als wir aufgestellt und hatten ohne Wenn und Aber die bessere Mannschaft“, resümiert Matthias Einsle. Allein fünf Medaillengewinner bei den deutschen Einzelmeisterschaften im Team zeigt die enorme Klasse und Beständigkeit der Neusser. Im Kampf um Bronze hatte es Westendorf erneut mit einem Team aus NRW zu tun. Der AC Mülheim am Rhein war dann auch hier eine Nummer zu groß für die Allgäuer, die sich mit einer 8:20-Niederlage zufriedengeben mussten. Auch hier sei nicht mehr drin gewesen, betont Einsle, der aber hervorhebt: „Das Ergebnis war deutlicher als der Kampfverlauf, weil wir viele Duelle auch sehr unglücklich verloren haben.“

Voll des Lobes ist auch Männer-Cheftrainer Klaus Prestele, der ebenfalls als Betreuer mit dabei war. „Wir waren im Pool die klar bessere Mannschaft und haben zurecht alle Begegnungen vor dem Kampf gegen Neuss für uns entschieden. Der vierte Rang ist super, weil wir für uns das Optimale herausgeholt haben.“ Gerade gegen Neuss und Mülheim fiel Prestele auf, dass die Gegner kaum bis gar keine Schwachstellen haben. „Sie sind jeweils mit einem breiten Kader angetreten und haben einfach Klasse.“ In einem spannenden Finale holte sich der Gastgeber hauchdünn den Titel und verwies das starke Südbadener Team aus Tennenbronn auf den zweiten Platz.

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