WESTENDORFER FEIERN KANTERSIEG GEGEN DEN SV Untergriesbach

von ams

 

Die Westendorfer Ringer bleiben in der Bayerischen Oberliga weiterhin das Maß aller Dinge. Einen wahren Kantersieg landeten die TSV-Akteure bei ihrem vorletzten Vorrundenkampf gegen den SV Untergriesbach. Die Niederbayern wurden mit 32:4 nach Hause geschickt. Nur einen Kampf konnten die Gäste für sich entscheiden.

„Das habe ich in meiner Trainerlaufbahn noch nicht erlebt“, bringt es Trainer Klaus Prestele beim Pressegespräch auf den Punkt. Mit 20:0 führte Westendorf das Duell uneinholbar. Gästetrainer Christoph Scherr nahm diese hohe Pleite im Allgäu eher mit einem Schmunzeln auf. Mit neun Mann trat der Gegner in der Sparkassen-Arena im Bürgerhaus an. Westendorfs Ringer überrannten die SVU-Akteure von Beginn an. Niklas Stechele hatte überhaupt keine Probleme beim deutlichen Überlegenheitssieg im leichtesten Limit gegen Alaa Allrad. Vor Ablauf der dreiminütigen Kampfzeit in Runde eins stand er vorzeitig als Sieger fest. Felix Kiyek (Griechisch-Römisch) musste im Schwergewicht ran. Sein Gegner Christopher Bauer wollte an diesem Abend buchstäblich mit dem Kopf durch die Wand. Weil ihn Mattenleiter Holger Atzesberger dreimal wegen dieses Regelverstoßes verwarnte, wurde der Untergriesbacher beim Stande von 10:6 für den Westendorfer disqualifiziert. Vier Mannschaftspunkte wanderten erneut auf das TSV-Konto. Selbst Michael Steiner, der in der Gewichtsklasse bis 61 Kilo im griechisch-römischen Stil antrat, machte mit Jonas Lenz kurzen Prozess. Nach seiner zwischenzeitlichen 6:0-Punkteführung drückte er kurzfristig seinen Gegner auf die Schultern, sodass auch Gästecoach Scherr verdutzt das bittere Ende seines Schützlings verfolgte. Patrick Riedler (98 kg/Freistil) und Nasrat Nasratzada (66 kg/Freistil) sorgten schon zur Pause für eine TSV-Party. Beide Akteure gewannen jeweils nach technischer Überlegenheit.

Auch im weiteren Kampfverlauf blieb Westendorf tonangebend. Michael Heiß (86 kg/Griechisch-Römisch) gewann souverän gegen den erfahrenen Magomed Magomedov mit 16:0-Wertungspunkten. Pech hatte Daniel Joachim, der im Limit bis 71 Kilogramm im griechisch-römischen Stil eine souveräne 9:1-Führung gegen Florian Unfried mit einer sehr bitteren Schulterniederlage quittieren musste. „Sicherlich ärgere ich mich darüber und bin enttäuscht, dennoch was die Mannschaft momentan leistet, ist einfach geil“, so Joachim. Es blieb bei der einzigen Niederlage des TSV an diesem Abend. In der Gewichtsklasse bis 80 Kilogramm waren die Gäste ohne Ringer angetreten, damit gingen weitere vier Punkte auf das Westendorfer Konto. In den beiden abschließenden Duellen bis 75 Kilogramm wehrten sich die Untergriesbacher dann doch. Matthias Einsle (Freistil) gewann gegen Benedikt Heindl mit 8:2-Punkten, ehe Philipp Reiner mit seinem Sieg über Daniel Loher (14:9) den Schlusspunkt hinter einem erfolgreichen Kampfabend setzte.

Bericht: Stefan Günter
Bild: Wolfgang Seiffert
AKF-Arbeitskreis Fotografie Kaufbeuren

#WIRSINDDERTSV #RINGEN #ALLGÄUSTOLZ

 

tl_files/tsv-westendorf/bilder/News/2019/Patrick Riedler gegen Untergriesbach.jpg

Zurück