Westendorf verliert hitzigen Heimkampf gegen Erzgebirge Aue mit 13:15

von frw

(gru) „Wir haben einen spannenden und sehr emotionsgeladenen Kampfabend erlebt. Leider hat der Kampfrichter in den entscheidenden Situationen daneben gelegen“, hadert Abteilungsleiter Thomas Stechele nach der 13:15-Heimniederlage des TSV Westendorf in der DRB-Bundesliga gegen den FC Erzgebirge Aue mit der Leistung des Unparteiischen. Erst nach der Pause entglitt ihm dieser Kampf vollends. Der Gastgeber führte zu diesem Zeitpunkt hier verdient mit 10:4. Nicht im Aufgebot war der Schwede Zakarias Tallroth. Für ihn war in Düsseldorf Endstation, weil sein Anschlussflug von Air Berlin nach München annulliert wurde. „Wir haben alles getan, damit wir ihn herbekommen“, so Vorstandsmitglied Robert Zech. „Statt auf unser sind die Punkte leider auf das andere Konto gewandert.“


Der Abend begann nach dem Geschmack der Fans: Markus Stechele machte in seinem Auftaktduell im leichtesten Limit gegen Roy Gläser alles richtig. Nach 1:55 Minute schulterte der 20-Jährige seinen Gegner vorzeitig und heimste somit die ersten vier Mannschaftspunkte ein. „Obwohl es der Ersatzmann von Aue war, bin ich dennoch zufrieden, dass es für mich super gelaufen ist“, so Stechele über seinen ersten Auftritt in dieser Saison vor heimischen Publikum. Kräfteraubend war der Kampf von Daniel Gastl im Schwergewicht. Der Österreicher hatte Nico Schmidt zum Gegner. Der Sachse hatte 27,5 Kilogramm mehr auf den Rippen. Doch davon ließ sich der Tiroler in keinster Weise beeindrucken und gewann dank eines sehenswerten Schulterschwungs mit 4:2-Wertungspunkten. Christopher Kraemer (61 kg) ließ sich vom Lauf seiner Teamkollegen mitreißen. Der DRB-Kaderathlet siegte vorzeitig nach technischer Überlegenheit gegen Max Seidler. Nicht den Hauch einer Chance hatte im Halbschwergewicht Philipp Geisenberger. Nach 42 Sekunden war das einseitige Duell gegen Mateusz Filipzak vorbei. Spannend verlief der letzte Kampf vor der Pause, als Mehmed Feraim in der Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm Emanuel Krause gegenüber stand. Auch im dritten Kampf in Folge blieb der Bulgare in dieser Saison ungeschlagen und gewann denkbar knapp mit 1:0. „Es wird noch ganz eng werden“, sagte Cheftrainer Klaus Prestele zur Pause. Er sollte recht behalten. Denn Michael Heiß hatte im Limit bis 86 Kilogramm Gabor Madarasi zum Gegner. Gegen den Ungarn verlor Heiß nach starkem Kampf mit 5:7-Wertungspunkten. Philipp Reiner (71 kg), der für Zakarias Tallroth auflief, stand Niklas Ohff gegenüber. Der Auer gewann das hitzige Duell nach technischer Überlegenheit, auch weil der Kampfrichter seine Linie verlor und dadurch die Fans in der Sparkassenarena zum Kochen brachte. „Der Mattenleiter hat leider vieles nicht gesehen und die einfachsten Regeln nicht beherrscht“, bilanziert Thomas Stechele. Für Kopfschütteln und Unverständnis sorgte seine nächste Entscheidung im Kampf zwischen Lennart Wunderlich (80 kg) und Robert Olle, als er ohne Abklopfen auf die Matte Aue hier einen Schultersieg zusprach. Zum ersten Mal gingen die Gäste in Führung und gaben sie auch nicht mehr aus der Hand. Simon Einsle (75 kg) setzte alle Hebel gegen Brian Bliefner noch in Bewegung, verlor aber mit 2:5-Wertungspunkten. Abschließend zeigte Philipp Heiß (75 kg) noch eine Galavorstellung, als er den starken Ungarn Krisztian Jäger souverän mit 12:0 von der Matte fegte.

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