+++ Starke Auftritte in Hallbergmoos +++ Westendorfer Ringer holen sechs Medaillen bei Landesmeisterschaften

von jkb

Michael Heiß zeigte sich in Hallbergmoos in bestechender Form. Fotos: Daniel Ammersinn

Die Ringer des TSV Westendorf haben bei den Bayerischen Einzelmeisterschaften der Männer in beiden Stilarten tolle Ergebnisse eingefahren. In Hallbergmoos holten die Ostallgäuer einmal Gold, viermal Silber und einmal Bronze, wobei Simon Einsle als Doppelstarter zweimal Edelmetall sicherte. In der Vereinsgesamtwertung reiht sich der TSV mit 74 erreichten Punkten hinter dem SC Anger (141), SV Siegfried Hallbergmoos (112) und SV Johannis Nürnberg (89) auf Rang vier in Bayern ein.

 

Bei diesen mehr als erfreulichen Ergebnissen aus Westendorfer Sicht ragt besonders der Bayerische Meistertitel von Markus Stechele heraus. Im Limit bis 61 Kilo im freien Stil war er ohne Konkurrenz. Fünf technische Überlegenheitssiege zeigen eindrucksvoll seine Dominanz in Bayern. Kein Kampf dauerte länger als 70 Sekunden. „Von den Kämpfen her war es sicherlich nicht anstrengend. Ich habe den Wettkampf als eine Art Trainingstag gesehen“, bilanziert Stechele, der mit seinem Auftreten zufrieden war.

 

Mit Bronze kehrte Simon Einsle nach Hause zurück. Er startete in der Gewichtsklasse bis 79 Kilogramm mit einem Schultersieg gegen den Kemptener Dejan Balic ins Turnier. In seinem zweiten Duell musste er sich gegen den späteren Vizemeister Eduard Tatarinov (SV Johannis Nürnberg) geschlagen geben, ehe er im wichtigen Kampf um Platz drei Benedict Heindl (SV Untergriesbach) in die Schranken wies. In der gleichen Gewichtsklasse wurde Lennart Wunderlich am Ende sechster. Den einzigen Sieg holte er sich gegen den Aichacher Florian Stöckelhuber.

 

Mit den vier Silbermedaillen bei den Griechisch-Römisch-Spezialisten untermauert der TSV Westendorf eindrucksvoll seine Stärke bei den Männern. Doppelstarter Simon Einsle belohnte sich im Limit bis 82 Kilo mit dem Vizetitel. Auch Michael Steiner (60 kg), eigentlich noch Junior, rang sich auf Platz zwei vor. Ein starkes Teilnehmerfeld hatte auch Maximilian Goßner. In seiner Gewichtsklasse bis 67 Kilogramm blieb er bis zum Finale ungeschlagen. So zwang er Hermann Turovskij (SV Wacker Burghausen), Horst-Philipp Krieg (SV Johannis Nürnberg), Niklas Jung (SV Siegfried Hallbergmoos) und Michael Mössinger (ESV München-Ost) in die Knie, ehe er um Gold Deniz Menekse gegenüberstand. Der Bundesliga-Akteur der Johannis Grizzlys gewann das ausgeglichene Duell mit 3:1-Wertungspunkten und verwies Goßner auf den Silberrang.

 

Selbst Michael Heiß gab bis zum Finale überhaupt keinen technischen Punkt ab, bestimmte die Konkurrenz im Limit bis 77 Kilo. Den drei technischen Überlegenheitssiegen folgten zwei Schultersiege, ehe im entscheidenden Duell um Gold der Burghauser Michael Widmayer wartete. Heiß verlor mit 4:8-Wertungspunkten. „Ich sehe dieses Duell mit einem weinenden und lachenden Auge“, bilanziert er. Obwohl Heiß zur Pause mit 4:0 führte, ließ er sich am Ende noch die Butter vom Brot nehmen. „Ich habe einfach aufgehört zu ringen“, musste der TSV’ler beim Stande von 4:5 noch was riskieren. An einer Medaille schlitterten Felix Kiyek (87 kg) und Matthias Kohler (97 kg) vorbei. Während Kiyek seinen Kampf im kleinen Finale gegen Dennis Baumgartner (SC Anger) verlor, hatte sein Vereinskollege im Halbschwergewicht für Bronze eine Niederlage zu viel auf dem Konto. Besonders sticht der Auftritt von Ralf Kiyek ins Auge. Der 55-Jährige war der älteste Aktive in Hallbergmoos. Er nutzte die Bayerische, um sich für die German Masters Ende Mai im württembergischen Ehningen vorzubereiten. Derweil zieht TSV-Ringerchef Thomas Stechele nach den Landesmeisterschaften ein positives Fazit: „Ich bin total zufrieden wie es gelaufen ist. Es war eine stark besetzte Meisterschaft“, lobt der Abteilungsleiter auch den Ausrichter Hallbergmoos für die Organisation. „Es war ein Top-Turnier mit sehr guten Erfahrungen für unsere Ringer.“ Stefan Günter

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