Neuzugang Murazi Mchedlidze - Ukrainischer Nationalringer verstärkt Westendorfer Ringer

von frw

(gru) Die Westendorfer Fans können sich auf eine weitere hochklassige Neuverpflichtung freuen. Für die neue Saison in der Ringer-Bundesliga haben es die Allgäuer geschafft, den Ukrainer Murazi Mchedlidze zu verpflichten. Der Freistilspezialist wird im Limit bis 98 und 130 Kilogramm auf die Matte gehen.

 

„Ich wurde sehr herzlich von der gesamten Mannschaft empfangen. Die Jungs sind wirklich super nett. Wir haben eine schöne Zeit verbracht“, sagt der ukrainische Neuzugang, der jüngst zu einem Kennenlernen nach Westendorf kam. Cheftrainer Klaus Prestele ist ebenfalls ganz angetan. „Er passt einfach zu uns. Murazi ist witzig, sympathisch und sehr offen.“ Selbst TSV-Vereinsboss Georg Steiner zeigt sich begeistert. „Wir hatten zwei Angebote: einen starken Georgier und einen starken Ukrainer. Klaus und ich haben uns für schlussendlich für Murazi entschieden.“ Drei Tage zeigte Steiner dem Neuzugang Land und Leute und viele Sehenswürdigkeiten. „Er ist ein super Typ. Ich bin menschlich von ihm total begeistert.“ Genauso wichtig ist dagegen für Klaus Prestele sein Kampfstil. „Er ist technisch hochversiert und hat überhaupt keine Probleme mit der Kondition.“ Mchedlidze trainierte bei seinem Besuch im Allgäu schon mit der Mannschaft mit. „Das Training mit meinen neuen Teamkollegen war sehr gut, ich habe mich sehr wohlgefühlt“, so der ukrainische Nationalringer.

 

Bei der Europameisterschaft in Kaspysk (Russland) verlor der 24-Jährige das kleine Finale um Bronze gegen den Georgier Elizbar Odikadze mit 2:5-Wertungspunkten. Mchedlidze beendete das Turnier in der Gewichtsklasse bis 97 Kilogramm auf dem fünften Rang. Besser lief es für ihn in Bulgarien, als er beim Dan Kolov-Turnier den dritten Rang holte. Auch hier verfolgte Prestele viele Kämpfe per Livestream. „Auffallend ist, dass Murazi einen sehr offenen Kampfstil hat. Daher passieren auch viele Wertungen. Das heißt: Er gibt zwar einige Wertungen ab, holt aber auch viele Punkte. Für die Zuschauer ist es ein interessanter Stil. Ich denke schon, dass unser Neuzugang ein wahres Feuerwerk abbrennen wird“, freut sich der Cheftrainer schon auf den Auftritt des Ukrainers ab September. Ungünstig ist in diesem Jahr der Zeitpunkt der Weltmeisterschaft, die vom 20. bis 28. Oktober in Ungarn (Budapest) stattfindet. Die Bundesliga macht in diesem Zeitpunkt eine Pause. „Die große Frage wird hier sein, welche Bundesliga-Vereine ihre WM-Teilnehmer in der Vorrunde auf die Matte bekommen. Mit diesen Problemen werden alle Teams zu kämpfen haben“, macht Klaus Prestele deutlich. In erster Linie freut sich Murazi Mchedlidze aber auf seine Kämpfe mit dem TSV Westendorf. „Ich habe keine Erwartungen“, fiebert er aber den Fans und der Saison entgegen. Stefan Günter

Zurück