+++ Neu an der Spitze +++ Robert Zech folgt auf Georg Steiner als Vorstand des TSV Westendorf +++

von jkb

Foto:Stefan Günter

Nach vier Jahren an der Spitze des TSV Westendorf hat Georg Steiner sein Amt als Vorstand zur Verfügung gestellt. Gesundheitliche Gründe zwangen ihn zu diesem doch schweren Schritt. „Ich gehe mit einem lachenden und weinenden Auge von Bord“, sagte der 53-Jährige bei der Generalversammlung.

 

Von 2007 bis 2014 war Steiner Ringer-Abteilungsleiter, ehe er die Nachfolge seines Bruders Xaver Steiner als Vereinschef übernahm. Jetzt zog er für sich die Reißleine. Vor einigen Wochen legte er bereits seine Tätigkeiten als Mitglied des Bundesligaausschusses im Deutschen Ringer-Bund (DRB) nieder. „Als Vorstand hast du jede Menge Verantwortung. Ich konnte es leider nicht immer jedem rechtmachen“, sagte Steiner vor den Mitgliedern. Der Verein genieße ein professionelles, aber auch familiäres Umfeld. „Ich bin froh, dass wir engagierte Leute an Bord haben“, wünschte er dem neuen Vorstand nicht nur ein glückliches Händchen, sondern auch Weitsicht und eine gute Zusammenarbeit. Georg Steiner ist zwar jetzt kein Vorstand mehr, leitet aber noch als Chef das Organisationsteam für die Deutschen Einzelmeisterschaften der Männer im griechisch-römischen Stil 2019. Die Titelkämpfe werden Ende Mai in der Kaufbeurer Eisarena über die Bühne gehen. Seinen Staffelstab übergab er nun an keinen Unbekannten: Robert Zech wird künftig die Geschicke des Vereins leiten. 14 Jahre war er Referent für Öffentlichkeitsarbeit, ehe er sich dazu entschloss, neuer Vorstand des TSV Westendorf zu werden. „Ich habe von den Besten gelernt“, deutet er nach seiner Wahl dabei auf die ehemaligen TSV-Vorstände Hubert Heiß und Xaver Steiner und bedankte sich dabei bei den Mitgliedern für den Vertrauensbeweis.

 

„Wir haben ein tolles Vereinsleben. Es ist beeindruckend, wie schnell unsere Abteilungen gewachsen sind“, hebt er dabei besonders auch die Sparten Kegeln und Turnen hervor. „Klasse finde ich auch unseren Reha-Sport, den Gaby Kohler leitet. Das möchte ich mir unbedingt genauer anschauen“, so Zech im Nachgang der Generalversammlung. Für den 34-Jährigen seien alle Abteilungen wichtig. Er wolle sich einen genauen Überblick verschaffen. So auch bei den Ringern. Er stehe er bereits in intensivem Dialog mit Abteilungsleiter Thomas Stechele. „Wir haben nun bis zum 15. Januar Zeit uns über die Zukunft der ersten Mannschaft Gedanken zu machen. Im Raum steht auch, ob wir vom Abstiegsrecht aus der Bundesliga Gebrauch machen werden“, macht der neue Vereinsboss deutlich. Schnellstmöglich soll mit allen Beteiligten gesprochen werden. „Wir werden eine optimale Lösung finden.“

 

Derweil sprachen die Mitglieder Bernhard Hofmann für weitere zwei Jahre als stellvertretender Vorstand das Vertrauen aus. Tina Steiner (Kassier) und Christine Joachim (Schriftführerin) wurden ebenfalls ins Team gewählt. Neu in der Funktion des Referenten für Öffentlichkeitsarbeit ist Daniel Ammersinn. Altbürgermeister und Ehrenbürger Erich Negele machte abschließend deutlich, dass es immer schwerer werden würde, Menschen für das Ehrenamt zu begeistern und sie auch zu finden. Stefan Günter

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