Nervenkirzel pur: Westendorf siegt mit 18:17 Punkten gegen Pausa-Plauen

von frw

Hoher Besuch in Westendorf: DOSB-Präsident Alfons Hörmann neben Vorstand Georg Steiner, Foto: Stefan Günter

(gru) Unter der Anwesenheit von DOSB-Präsident Alfons Hörmann und dem Präsidium des Deutschen Ringer-Bundes hat der TSV Westendorf in der DRB-Bundesliga einen wahren Kraftakt hingelegt und das Duell gegen die WKG Pausa/Plauen mit 18:17 für sich entschieden. „Uns war nach dem Wiegen schon bewusst, dass wird ein ganz knapper und äußerst enger Kampf. So ist es auch gekommen“, bilanziert Cheftrainer Klaus Prestele bei der Pressekonferenz.

So schnell war noch keine erste Halbzeit vorüber wie im Heimkampf gegen die WKG Pausa/Plauen. Keine der fünf Begegnungen ging über die volle Distanz. Markus Stechele wehrte sich im leichtesten Limit gegen Vladimir Coderanu, doch musste er sich der Übermacht des Moldawiers nach 1:59 Minuten beugen. Nach der Schulterniederlage gingen die ersten vier Mannschaftspunkte an die Sachsen. Im Schwergewicht gewann Daniel Gastl gegen Kevin Drehmann mit 15:0-Wertungspunkten. DRB-Kaderathlet Christopher Kraemer konnte ebenfalls nach technischer Überlegenheit sein Duell gegen Janik Rausch mit 16:0 für sich entscheiden. Trotz starker Gegenwehr gab im Halbschwergewicht Patrick Riedler seinen Kampf gegen Dawid Peplowski mit 0:15 ab. Einen überraschenden, aber auch in der Höhe verdienten Sieg setzte der Bulgare Mehmed Feraim im Limit bis 66 Kilogramm, als er Eryk Maj ebenfalls mit 16:1 bezwang. Damit führte Westendorf mit 12:8. Doch dieser Vierpunkte-Vorsprung wehrte nicht lange. Michael Heiß tat in der Gewichtsklasse bis 86 Kilogramm alles, um gegen Maximilian Schwabe nicht den Vierer abzugeben. Doch sieben Sekunden vor Kampfende machte der DRB-Kaderathlet den Deckel drauf und gewann gegen Heiß mit 15:0. Einer der Schlüsselkämpfe war das Duell zwischen Zakarias Tallroth und dem Polen Dawid Karecinski. Am Ende behielt der Westendorfer mit 4:1-Punken die Oberhand. „Das war allerhöchstes Weltklasse-Niveau von beiden Ringern. Das siehst du normalerweise nur auf einer WM, heute Abend auch im Alpenblick“, so Prestele schmunzelnd. Auch Simon Simon Einsle sorgte mit seinem unbändigen Kampfeswillen, dass die Gäste am Ende nur mit einem gewonnenen Zähler dastanden. WKG-Akteur Kevin Lucht siegte knapp mit 3:2 gegen den Westendorfer. Damit ebnete sich der TSV seinen Weg zum dritten Sieg in Folge. Da Lennart Wunderlich (75 kg) gegen David Sartakov mit 0:15-Wertungspunkten verlor, ging Pausa/Plauen zum zweiten Mal in diesem Kampf in Führung. Doch Schlusskämpfer Philipp Heiß egalisierte den Drei-Punkte-Rückstand mit einem grandiosen 17:0-Erfolg über Ludwig Höfer. Den phantastischen Ringerabend quittierten auch die DRB-Verantwortlichen mit Beifall. „Heute Abend hat das Ringen gewonnen. Es war ein super Kampf von beiden Teams. Die Atmosphäre in der Halle ist nirgendwo in Deutschland so einzigartig wie in Westendorf“, war Günter Maienschein, DRB-Vizepräsident Sport, völlig baff. In die gleiche Kerbe schlägt auch der DRB- und BRV-Chef Manfred Werner. „Wir haben eine absolute Werbung für unseren Ringkampfsport gesehen: Super Kämpfe und eine phantastische Stimmung“, so der Würzburger in seiner Bilanz. Dass DOSB-Präsident Alfons Hörmann auch den Termin in Westendorf wahrnehmen konnte, rechnet Werner sehr hoch an.

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