Kraemer will es wissen +++ Westendorfer Bundesliga-Akteur startet am Wochenende bei der DM in

von frw

Chris Kraemer. Foto: DRB

(gru) Trotz dem vorzeitigen Aus bei der U23-Europameisterschaft in Istanbul geht Christopher Kraemer gestärkt und mit jeder Menge Optimismus an seine nächste Aufgabe heran. Am kommenden Wochenende nimmt der DRB-Kaderathlet bei den Deutschen Ringer-Meisterschaften in Burghausen teil. Der 22-jährige Westendorfer wird dabei auf seinen größten Widersacher treffen.

 

Wenn der Allgäuer Gold will, muss er das Duell gegen Etienne Kinsinger für sich entscheiden. Der Saarländer ging Ende April bei der Europameisterschaft im russischen Kaspiysk auf die Matte, scheiterte zwar anfangs in der Qualifikation, konnte der Köllerbacher dann über die Hoffnungsrunde wieder ins Kampfgeschehen eingreifen und verlor letztendlich das kleine Finale um Bronze, was am Ende Platz fünf bedeutete. Kraemer dagegen musste bei der U23-EM in der Türkei im Viertelfinale die Segel streichen. Nun könnten beide Anwärter auf die Nummer eins im Limit bis 60 Kilogramm bereits in den Vorkämpfen, spätestens aber im Finale aufeinandertreffen. „Wir sind nicht nur Trainingspartner, sondern verstehen uns auch außerhalb der Matte sehr gut“, macht Kraemer deutlich. Kinsinger holte sich im vergangenen Jahr in Plauen Platz eins. Hier fehlte Kraemer, konnte somit seinen Titel nicht verteidigen. Bei der Heim-DM in der Salzachstadt will es der Bundesliga-Ringer aus dem Allgäu wissen. „Ich hoffe, dass Chris nach der EM den Kopf frei bekommt. Sicherlich ist seine Konkurrenz stark, aber er hat in der Bundesliga immer Topleistungen gebracht“, sieht Abteilungsleiter Thomas Stechele die Titelkämpfe in Ostbayern als Ansporn für Kraemer an. Der DRB-Kaderathlet setzt hier voll aufs Ganze. Nach seinem Verletzungs- und EM-Pech wäre der Titelgewinn für ihn Balsam für die Seele. Bis zu den Wettkämpfen in Burghausen lässt es Christopher Kraemer etwas ruhiger angehen, um fit ins Turnier zu starten. „Die EM hat noch etwas ihre Spuren bei mir hinterlassen.“ Unterdessen macht Westendorfs Cheftrainer Klaus Prestele seinem Schützling Mut. „Chris gehört zum engen Favoritenkreis. Der Titel wird zwischen ihm und Kinsinger entschieden.“ Der 40-Jährige wisse, zu was Kraemer im Stande sei. „Ich bin mir sicher, dass er alles ausblenden wird, um eine sehr gute Leistung abzurufen.“

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