„Ich selbst bin sehr enttäuscht“ - Kraemer scheidet bei U23-EM in Istanbul vorzeitig aus

von frw

Leichtes Spiel hatte Christopher Kraemer noch beim Auftaktkampf gegen Szewczuk. Foto: Jörg Richter/Ringsport-Magazin

(gru) Vorzeitiges Aus für den Westendorfer Christopher Kraemer: Bei den U23-Europameisterschaften in Istanbul ist der 22-Jährige bereits im Viertelfinale im griechisch-römischen Stil gescheitert.

Zum Auftakt setzte er sich im Limit bis 63 Kilogramm gegen den Polen Mateusz Szewczuk souverän mit 9:0-Wertungspunkten durch. Westendorfs Cheftrainer Klaus Prestele, der sich den Kampf per Livestream anschaute, sagte über den Auftaktsieg: „Er war seinem Gegner in allen Belangen klar überlegen“, so seine kurze Bilanz. Im Viertelfinale folgte dann das vorzeitige Aus gegen den Armenier Slavik Galstyan, der dem Westendorfer durch seinen unbequemen Kampfstil eine deutliche 0:10-Niederlage zufügte. Kraemer fand überhaupt kein Mittel gegen den schlaksigen Kontrahenten. Im Nachgang zeigte sich der Westendorfer konsterniert: „Ich selbst bin sehr enttäuscht, weil hier mehr drin gewesen wäre.“ Da der Armenier nicht das Finale erreichte, war für den Allgäuer das Turnier vorzeitig beendet. Bundestrainer Michael Carl meinte zum Aus von Christopher Kraemer: „Durch die vielen verletzungsbedingten Ausfälle war eine Vorbereitung ohnehin nicht ganz möglich. Nur deswegen haben wir uns entschieden, ihn auch eine Klasse höher starten zu lassen, um sein Knie zu schonen. Er hat das Maximum herausgeholt“, blicken Bundestrainer und Kraemer bereits optimistisch nach vorn. Denn das nächste Etappenziel ist bereits die Deutsche Einzelmeisterschaft, die vom 15. bis 17. Juni in Burghausen stattfindet. Zudem steht noch der Große Preis von Deutschland in Dortmund auf dem Programm. „Erst dann werden wir schauen, wo die Reise für Kraemer heuer hingeht“, sagt Carl abschließend. Stefan Günter

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