Heimpremiere in der Oberliga

von ams

Westendorfer Ringer treffen auf Hallbergmoos

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Westendorfs neuformiertes Team hat die erste Hürde in der Bayerischen Ringer-Oberliga mit Bravour gemeistert. Der erste Auswärtssieg (17:11 in Berchtesgaden) ist unter Dach und Fach. Jetzt steigt die nächste Bewährungsprobe für das junge TSV-Team. Am Samstagabend erwarten die Ostallgäuer die Bundesliga-Reserve des SV Siegfried Hallbergmoos. Wettkampfbeginn in der Sparkassen-Arena im Bürgerhaus ist um 19.30 Uhr. Zuvor messen sich noch die Schüler des TSV (17.15 Uhr) und das Bayernliga-Team (18.15 Uhr) jeweils gegen den TSV Kottern.

 

Wenn sich Westendorf und Hallbergmoos auf der Matte gegenüberstehen, geht es ordentlich zur Sache. Auch im vergangenen Jahr, da kämpften die Ostallgäuer noch in der Bundesliga gegen das Team aus dem Landkreis Freising. Während Hallbergmoos beide Begegnungen in der Bundesliga für sich entschied, gelang der zweiten Mannschaft des TSV in der Bayernliga zweimal ein Sieg, was letztendlich zum Aufstieg in die Oberliga führte. „Hallbergmoos ist für mich eine Art Wundertüte“, sagt Westendorfs Ringerchef Thomas Stechele, „weil wir nicht wissen, mit welchen Ringern sie die Reise antreten werden.“ Bei ihrer Premiere vor einer Woche stellte der SVS nicht sonderlich stark auf. Dennoch gelang ihnen ein überlegender und deutlicher 28:8-Sieg gegen den SV Untergriesbach (Niederbayern). Was Hallbergmoos den Westendorfern voraus hat, ist eindeutig der größere und breitere Kader. „Den brauchen sie für die Bundesliga. Allerdings bin ich dann gespannt, ob sie gegen uns auf ihre eigenen Jungs setzen oder dann doch nichts dem Zufall überlassen werden und stark stellen“, so Thomas Stechele. Weil noch bis Sonntag die Weltmeisterschaft im kasachischen Nur-Sultan über die Bühne geht, ist auch der Start der DRB-Bundesliga auf Ende September verschoben worden. „Deshalb kann Hallbergmoos auf alles zurückgreifen, was eben an Ringern zur Verfügung steht“, ergänzt Westendorfs Robert Zech und hebt hervor: „Michael Prill ist ein gewiefter Taktiker. Er wird alles im Vorfeld ausloten, damit Hallbergmoos nicht mit leeren Händen nach Hause zurückfahren wird“, so Westendorfs Vereinsboss über den geschäftsführenden Vorstand des SVS. In der Bayerischen Oberliga sind zwei ausländische Ringer erlaubt. Westendorf wird auch am Samstagabend mit zehn eigenen Athleten auf die Matte gehen. „Ich bin sehr gespannt und freue mich außerordentlich auf einen knallharten und coolen Kampf“, werden einige Ringer, laut Zech, ihr Lampenfieber oder ihre Nervosität nicht verbergen können. „Das gehört dazu.“ Wie schon bei der Saisonpremiere am vergangenen Samstag in Berchtesgaden, werden die ehemaligen Bundesliga-Akteure versuchen, ihre Einzelsiege so hoch wie möglich ausfallen zu lassen. Getragen vom frenetischen Publikum, werden sich dann auch die „jungen Wilden“ schnell mitreißen lassen. „Ich bin überzeugt, dass die treuen Fans uns die notwendige Zeit geben. Ziel muss die Entwicklung unserer Ringer sein“, bringt es Zech auf den Punkt. Und wenn doch der TSV am Ende mit einer Niederlage von der Matte geht, wäre dies überhaupt kein Beinbruch. „Aber wir wollen gewinnen und wir werden alles Erdenkliche dafür tun, damit uns dieser Schachzug gelingt.“

Autor: Stefan Günter

Bild: Tobias Huber

 

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