+++ Finale verloren +++ Kraemer zeigt starken Auftritt bei Thor Masters

von jkb

Wieder nur Zweiter: Christopher Kraemer (links) verliert das Finale gegen Etienne Kinsinger (Mitte). Foto: Ringerforum

Christopher Kraemer hat bei den international stark besetzten Thor Masters in Dänemark den Turniersieg verfehlt. Der Ringer des TSV Westendorf verlor das Finale im Limit bis 60 Kilogramm gegen seinen ewigen Rivalen im DRB-Team, Etienne Kinsinger, nach technischer Überlegenheit.

 

Insgesamt waren neun Athleten in diesem Feld vertreten. Keine Probleme hatte Kinsinger, der bis zum Erreichen des Finales ohne Abgabe eines technischen Punktes souverän für sich entschied. Anders sah es für Christopher Kraemer aus. Der 23-Jährige gewann zum Auftakt gegen den Ukrainier Viktor Petryk mit 6:3-Wertungspunkten, düpierte in seinem zweiten Duell gegen den Schweden Christoffer Svensson, ehe er auch den Finnen Lauri Mähonen mit 6:0 in die Schranken wies. Einen 7:3-Punktesieg erreichte er gegen den Esten Helary Maegisalu, was den Einzug ins Finale bedeutete. Hier wartete eben sein DRB-Kollege. Sein schärfster Widersacher, Etienne Kinsinger, war ihm diesmal überlegen. Nach technischer Überlegenheit feierte der Köllerbach Gold und Kraemer musste sich mit Silber zufriedengeben. „Das Ergebnis spiegelt nicht den wahren Kampfverlauf wider“, macht Kraemer deutlich. Sicherlich sei Kinsinger der bessere Mann gewesen, allerdings habe sein Kontrahent die deutlich leichteren Poolgegner gehabt und statt fünf nur insgesamt vier Kämpfe bestritten. „Am Ende des Tages war ich richtig platt.“ Trotz der Finalniederlage hat Kraemer ein super Turnier gerungen. „Dass ich den Kampf um Gold verloren habe, ärgert mich wahnsinnig.“ Im Anschluss an die Thor Masters folgt noch ein Lehrgang, der am Freitag zu Ende geht.

 

Für DM nominiert

 

Unterdessen gehen vier Westendorfer Ringer am kommenden Wochenende bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften auf die Matte. Als einziger Freistilspezialist muss Niklas Stechele (57 kg) in Kirrlach antreten, während sich seine Teamkollegen Michael Steiner (60 kg), Philipp Reiner (72 kg) und Felix Kiyek (87 kg) auf den Weg ins sächsischen Plauen machen. Dort messen sie sich mit weiteren Griechisch-Römischen-Spezialisten aus ganz Deutschland. Im vergangenen Jahr schrammten sowohl Kiyek als auch Stechele bei den nationalen Titelkämpfen an einer Medaille vorbei. „Wir betreiben einen sehr hohen Aufwand. Unser Ziel muss auch in Zukunft sein, eine gewisse Anzahl von Ringern bei den Deutschen zu stellen“, sagt Abteilungsleiter Thomas Stechele stolz. Waren es im vergangenen Jahr drei Athleten, so sind es heuer vier Ringer, die die Farben des TSV vertreten. Sein Debüt in der Altersklasse Junioren feiert Michael Steiner. „Jeder dieser vier Ringer hat Potential und jeder von ihnen wird optimal vorbereitet sein“, wünscht sich der Ringerchef natürlich eine Medaille. Allerdings seien hier wie so oft verschiedene Faktoren entscheidend: Losglück und die Tagesform müssen bei so einer Meisterschaften in die Karten spielen. „Wenn es dann am Ende nicht klappt, sollten wir auch nicht enttäuscht sein“, so Stechele abschließend. Stefan Günter

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