+++ Doppel-Gold für Nachwuchsringer +++ Niklas Steiner und Luis Wurmser triumphieren bei Deutschen Meisterschaften Posteingang

von jkb

Stolz zeigen Luis Wurmserund Niklas Steiner ihre Medaillen. Groß ist derweil die Freude auch bei den Trainern Matthias Einsle,Alp Şenyiğit und Marcel Fornoff Foto: Tina Steiner

Der TSV Westendorf hat zwei neue DM-Helden: Bei den nationalen Titelkämpfen in Dortmund haben Niklas Steiner (35 kg) und Luis Wurmser (44 kg) in der Altersklasse der B-Jugend jeweils Gold geholt. Beide überzeugten am vergangenen Wochenende in beeindruckender Manier und zeigten sich in einer ausgezeichneten Form.

 

„Es ist unglaublich. Wir haben zwei Nachwuchsstars am Westendorfer Freistilhimmel“, jubelt Vereinsvize Bernhard Hofmann, der wie Ringerchef Thomas Stechele die Geschehnisse von Zuhause aus verfolgte. „Es ist nicht alltäglich, dass wir uns zweimal Gold bei einer Veranstaltung erkämpfen.“ Es habe bei Wurmser und Steiner einfach alles gepasst. „Es ist einfach ein super Ergebnis, was uns in der Arbeit, die wir leisten, auch bestätigt.“ Souverän und abgezockt präsentierten sich die beiden Nachwuchsathleten des TSV in Nordrhein-Westfalen. Im leichtesten Limit hatte Niklas Steiner bis zum Finale überhaupt keine Probleme. So schulterte er zum Auftakt Lewin Gündling (TSV Gailbach), punktete den Unterföhringer Yuvigi Etov vorzeitig aus, ehe auch der Adelhausener Julius Kummer sich am Westendorfer die Zähne ausbiss und vorzeitig auf Schulter verlor. Steiner blieb auch gegen den späteren Viertplatzierten, Justin Federer, aus Urloffen (Südbaden) siegreich. Selbst der Viernheimer Nils Gerber konnte ihn nicht stoppen. Das Finale gewann er ebenfalls deutlich gegen Tim Krasnickij (AC Taucha) mit 8:2-Wertungspunkten, ehe er sich dann von seinen Eltern Tina und Alex sowie den Trainern feiern ließ. „Er hat das ganze Turnier einfach super gerungen“, lobt ihn Marcel Fornoff, hauptamtlicher Landestrainer des Bayerischen Ringer-Verbandes, in den höchsten Tönen.

 

Sein Teamkollege Luis Wurmser setzte noch einen drauf: In seinen fünf absolvierten Kämpfen gab der Westendorfer keinen einzigen technischen Punkt ab. Weil sein Finalgegner, Emirhan Debi (KSV Seeheim), am Sonntag das nötige Gewicht nicht hatte, wurde sein bevorstehender sechster Kampf erst gar nicht angepfiffen und Wurmser daraufhin kampflos zum Sieger erklärt. „Hätte Luis gerungen, dann wäre ihm die Krone als technisch bester Ringer des Turniers sicher gewesen“, macht Landestrainer Marcel Fornoff deutlich. Zeigt sich Einsle schon begeistert über den Auftritt von Niklas Steiner, so attestiert er auch Luis Wurmser eine abgeklärte und souveräne Darbietung in jedem seiner fünf Duelle. Drei Schultersiege stehen zwei technische Überlegenheitssiege gegenüber. „Es war eine Augenweide, was ich hier zu Gesicht bekam“, sagt der Nachwuchscheftrainer stolz.

 

Parallel nahm Maximilian Prestele bei den Wettkämpfen der Griechisch-Römisch-Spezialisten im unterfränkischen Hösbach teil. Nach zwei Niederlagen, darunter gegen den späteren Deutschen Meister, Erik Vinkovics aus Weißenburg, war für den TSV‘ler im Limit bis 38 Kilo das Turnier vorzeitig beendet.

 

Noch am Sonntagabend wurden beide Titelträger im Bürgerhaus Alpenblick, in der Trainings- und Wettkampfstätte des TSV, von Familienmitgliedern, Freunden und Vereinsmitgliedern frenetisch willkommen geheißen. „Endlich habe ich mir den Traum, Deutscher Meister zu werden, erfüllt“, bilanziert Niklas Stechele die nationalen Titelkämpfe. Er könne es noch immer nicht glauben, was er eigentlich geleistet habe. Selbst für Luis Wurmser sei es ein unbeschreibliches Gefühl. „Natürlich ist das Finale unglücklich verlaufen, weil mein Gegner zu schwer war“, so der TSV’ler, der es selbst noch nicht begriffen hat. Schon sein Vater, Thomas Wurmser, gewann zu seiner aktiven Zeit als Jugendlicher den Deutschen Meistertitel. Die Pause für die beiden Athleten ist nur von kurzer Dauer. Schon am 10. und 11. Mai stehen die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Jugend in Röhlingen (Württemberg) auf dem Programm. Stefan Günter

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