Daniel Gastl ist Neuzugang aus Österreich

von frw

Daniel Gastl, Foto: TSV Westendorf

(gru) In nicht einmal drei Monaten starten die Ringer des TSV Westendorf in ihre Wettkampfsaison 2017/2018. Die Ostallgäuer gehören zu den 21 Teams der neu strukturierten DRB-Bundesliga. Um wettbewerbsfähig zu sein, musste sich der TSV verstärken. Mit der Verpflichtung von Daniel Gastl konnten die Verantwortlichen einen richtigen Coup landen.

„Er war mein Wunschkandidat. Schon im Herbst der vergangenen Saison habe ich dies geäußert“, freut sich Cheftrainer Klaus Prestele jetzt umso mehr, dass es von Vereinsseite gelungen wurde, den ersten Österreicher überhaupt zu verpflichten und ihn ins Allgäu zu lotsen. Mit seinen 23 Jahren kann der Neuzugang nicht nur national auf viele Erfolge als Staatsmeister zurückblicken, auch international hat sich Gastl bereits schon einen Namen gemacht. Im vergangenen Jahr holte sich der aus dem Bundesland Tirol stammende Athlet bei den Studenten-Weltmeisterschaften in der Türkei den Vize-Titel. „Daniel ist derzeit der beste Ringer, den Österreich vorweisen kann. Andere Clubs waren auch an ihm dran, aber er hat sich für uns entschieden“, sagt Klaus Prestele. Die ähnlich familiären Bedingungen in Westendorf waren für Daniel Gastl bei der Verhandlung eines der Hauptpunkte gewesen. „Wir haben knapp 4000 Einwohner in Inzing und hier sind sie genauso ringerverrückt. Hinzu kommt, dass der Verein ebenfalls nicht die großen finanziellen Mittel hat wie Westendorf.“ Noch bevor die Tinte auf dem Vertrag trocknete, mussten aber noch einige Hürden gemeistert werden. Bei den Gesprächen waren sein Heimatverein, der RSC Inzing, und der Österreichische Ringersport-Verband (ÖRSV) mit involviert. „Es ist ein Novum, was wir hier geschafft haben“, sagt auch TSV-Vereinsboss Georg Steiner stolz. Gastl wird in der kommenden Saison für Westendorf in der Gewichtsklasse bis 98 und 130 Kilogramm im griechisch-römischen Stil auf die Matte gehen. Für Gastl sei damit auch ein Traum in Erfüllung gegangen. „Die deutsche Ringer-Bundesliga ist mit der Champions League im Fußball zu vergleichen. Ich freue mich, dass es geklappt hat.“ Für den RSC Inzing bedeutet dies allerdings ein großer Verlust. Doch Familie, Trainer und ÖRSV-Sportdirektor befürworteten seine Entscheidung. In erster Linie will Gastl aber sportlich noch hoch hinaus. Sein Ziel sind die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. Derzeit setzt er den Fokus auf die im August anstehende Weltmeisterschaft in Paris, bevor er dann Anfang September seine Premiere in der TSV-Arena im Bürgerhaus Alpenblick geben wird.

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