Christopher Kraemer nach der Männer-EM: „Es hätte für mich mehr drin sein können“

von frw

Greco-Bundestrainer Michael Carl und sein Schützling Christopher Kraemer. Foto: DRB

(Stefan Günter) Die Enttäuschung ist Christopher Kraemer noch anzumerken. Große Erwartungen hatte der 21-jährige Nationalringer bei den Europameisterschaften der Männer in Novi Sad (Serbien). Der Westendorfer, der der Sportfördergruppe des Spitzensports in der bayerischen Polizei angehört, war zum ersten Mal bei einer Senioren-EM dabei. „Es hätte für mich mehr drin sein können. Sicherlich war die Niederlage bitter. Mein Gegner war nicht besser, zwar in dem Moment schon, aber ich hätte ihn besiegen können“, sagt der DRB-Kaderathlet. Schließlich habe er einen enorm großen Aufwand betrieben. Hinzu kam noch die Regeländerung der UWW, den Ringkampf von zweimal drei Minuten ohne angeordnete Bodenlage durchzuführen. „Unser Ziel muss sein, dass wir sowohl im Stand als auch im Boden uns so taktisch ausrichten können, um auch hier einen Kampf zu entscheiden“, macht Bundestrainer Michael Carl deutlich. Rückblickend hatte der Greco-Coach jetzt keine große Erwartungen an Christopher Kraemer. „Er konnte frei aufringen. Dass er gleich den ersten Kampf verlor, war nicht zu erwarten. Jetzt gilt es zu schauen, wo die Defizite liegen. Das müssen wir jetzt aufarbeiten.“ Denn laut Carl seien die Ansätze des Westendorfers gut, müssen aber verfeinert und perfektioniert werden. Kraemer selbst sieht sich von der internationalen Spitze nicht ganz weit weg. „Ich kann den Anschluss schaffen, in dem ich mir mehr Mühe gebe und an mir arbeite“, ist er selbstkritisch. Viele Faktoren seien für die Niederlage entscheidend gewesen. „Der Gegner lag mir einfach nicht. Ich bin auch überhaupt nicht in meinen Stil hinein gekommen“, erzählt der Bundesligaringer. Er wolle sich jetzt erst einmal sammeln, Kraft tanken und dann wieder durchstarten.

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