Maximilian Goßner will sich mit einer Medaille belohnen

Keine guten Erinnerungen hat Maximilian Goßner an seine letzte Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft im Jahr 2017. Nach einem guten Start ins Turnier stand er im Viertelfinale Niklas Ohff gegenüber. Hier setzte der Westendorfer einen Wurf an, bei dem er sich wegen der Beinarbeit des Leipzigers so schwer verletzte, dass ihm dadurch die Schulter ausgekugelt wurde. Die Folge: Durch das Aus des TSV‘lers wurde Ohff regelkonform disqualifiziert. Goßner konnte somit nicht das Halbfinale gegen Pascal Hilkert (KSV Sulzbach) und das kleine Finale gegen Markus Möll (AB Wurmlingen) bestreiten, was für ihn ein schmerzvoller fünfter Platz bedeutete. Damit ging Goßner auch nicht an der Premieren-Saison in der DRB-Bundesliga auf die Matte.

Der Bayerische Vizemeister von 2019 verlor sein Finale in Hallbergmoos Anfang Mai gegen den Nürnberger Deniz Menekse. „Die Landesmeisterschaften waren im Hinblick auf die Deutsche schon mal eine gute Standortbestimmung“, dürfte es für den 27-Jährigen wohl die letzte Deutsche Meisterschaft sein, an der er teilnehmen wird. „Es ist für mich schwierig, im Arbeits- und Familienalltag alles zu meistern“, sagt er und blickt aber im gleichen Atemzug voller Optimismus auf die Titelkämpfe „dahoam“. Goßner geht in Kaufbeuren im Limit bis 67 Kilogramm auf die Matte. „Erik Weiß und Witalis Lazovski gehören für mich schon zu den Favoriten auf den Titel“, sagt der Griechisch-Römisch-Spezialist. Er selbst traue sich auf jeden Fall eine Medaille zu. Für ihn bringe die Heim-DM nur Vorteile. Angefangen vom gewohnten Umfeld bis hin zu den kurzen Fahrtzeiten in die Arena. „Für jeden Westendorfer Ringer, der aufläuft, ist es der absolute Höhepunkt in seiner aktiven Karriere. Das wird von uns keiner mehr erleben.“ 

Foto: Stefan Günter

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