Felix Kiyek will die Heim-DM genießen

Felix Kiyek ist bereit: Der Griechisch-Römisch-Spezialist des TSV Westendorf ist in der glücklichen Lage, bei den Titelkämpfen „Dahoam“ aufzulaufen. Der Bayerische Ringer-Verband (BRV) hat ihn für die Deutschen Meisterschaften der Männer nominiert. Und das, obwohl Kiyek eigentlich in der Juniorenklasse noch auflaufen kann. Bei den Bayerischen Meisterschaften in Hallbergmoos schlitterte er im kleinen Finale um Bronze vorbei. Allerdings trumpfte er bei den Deutschen Junioren-Meisterschaften im März in Plauen auf, als er den dritten Platz belegte. Von daher ist es für Felix Kiyek mehr als nur eine Zugabe in Kaufbeuren auf die Matte zu gehen. „Ich muss nicht weit fahren. Wir können für uns er den Heimvorteil nutzen. Und viele Freunde und Zuschauer, die uns schon bei den Heimkämpfen in der Meisterrunde anfeuern, werden mit Sicherheit auch in die Arena kommen“, wächst auch bei ihm so langsam die Anspannung. Denn eine Deutsche Meisterschaft im Allgäu wird es in dieser Größenordnung auf Jahre wohl nicht mehr geben.

Kiyek tritt im Limit bis 87 Kilogramm an. Vor allem die südbadischen und saarländischen Ringer werden um die Vergabe der Medaillen ein Wörtchen mitsprechen wollen. Aus bayerischer Sicht werden neben Felix Kiyek noch Hannes Wagner (AC Lichtenfels) und Thomas Kramer (AC Penzberg) in dieser Gewichtsklasse vertreten sein. Ohne Druck will der Westendorfer hier an die Sache herangehen. „Ich schnuppere schon einmal in den Männerbereich bei einer deutschen Einzelmeisterschaft hinein.“ Neuland ist es für ihn überhaupt nicht: Mit der zweiten Mannschaft schaffte er im vergangenen Jahr den Aufstieg von der Bayernliga in die Oberliga. Im Hinblick auf die nationalen Titelkämpfe wolle er sich keinen Druck machen. „Das Niveau wird sehr hoch sein. Mein Ziel ist ganz klar: Ich will jeden Kampf über die volle Distanz bringen“, zeigt sich Kiyek optimistisch. Was dann schlussendlich dabei herausspringt, steht auf einem anderen Blatt Papier. Stefan Günter

Foto: Stefan Günter

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